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Bauchmassage wehenfördernd? - Wissenswertes zu den letzten Schwangerschaftswochen

Der Bauch wird immer dicker und schwerer, der Rücken schmerzt. Befinden Sie sich in den letzten Wochen der Schwangerschaft, denken Sie wahrscheinlich, dass es nun höchste Zeit ist, dass Ihr Kind kommen kann und Sie sich wieder wie eine normale Frau bewegen können. Einige Frauen denken dann über den Einsatz von wehenfördernden Mitteln oder eine Bauchmassage nach, um ihr Baby vorzeitig auf die Welt zu holen. Erfahren Sie, was Sie dabei beachten müssen.

Das Baby bestimmt den Zeitpunkt.
Das Baby bestimmt den Zeitpunkt.

Wehenfördernde Mittel in der Schwangerschaft

Generell müssen Sie bedenken: Ihr Baby weiß am besten, wann der geeignete Zeitpunkt ist, auf die Welt zu kommen.

  • Auch wenn es anstrengend ist, noch eine oder zwei weitere Wochen zu warten, sollten Sie Ihrem Baby vertrauen und auf seine natürliche Ankunft warten.
  • Anders kann es jedoch aussehen, wenn Sie bereits über dem erwarteten Geburtstermin liegen und Hebamme und Arzt über wehenfördernde Maßnahmen nachdenken.
  • Sprechen Sie aber auf jeden Fall mit Ihrer Hebamme, wenn Sie wehenfördernde Bauchmassagen oder andere Hausmittel ausprobieren möchten. Nicht alle Hausmittel, die Sie im Internet erfahren, sind so ungefährlich, wie sie manchmal dargestellt werden. Bevor Sie daher unter Umständen Ihr Leben und das Ihres Kindes gefährden, fragen Sie bei einer Fachperson nach.
  • Besonders angenehm und wehenfördernd ist es, wenn Sie Sex haben. Hierbei kommen mehrere Faktoren zusammen. Zum einen bewirken Hormone, die sich im Sperma befinden, dass sich der Gebärmutterhals aufweicht. Das Hormon Oxytocin, welches unter anderem für die Wehentätigkeit zuständig ist, wird durch die Stimulation der Brustwarzen ausgeschüttet. Wenn hierbei noch eine zärtliche Bauchmassage stattfindet, haben Sie einen noch größeren Effekt. Bedenken Sie aber, dass Sex Spaß machen soll!
  • Körperliche Anstrengung in den letzten Schwangerschaftswochen kann ebenfalls wehenfördernd wirken. Einige Frauen laufen daher zügig Treppen rauf und runter. Von dieser Methode ist aber eher abzuraten, da Sie nach einiger Zeit des Treppenlaufens müde und erschöpft sein werden. Für die Geburt müssen Sie aber möglichst viel Kraft haben.
  • Hält Ihre Hebamme wehenfördernde Mittel aufgrund des Zeitpunktes für angebracht, kann sie Ihnen eventuell Ansprechpartner von Heilpraktikerin oder Gynäkologen nennen, die Frauenheilkunde mit Hilfe von Akupunktur oder Fußreflexzonenmassage behandeln. Auch spezielle Massagetechniken können hier angewendet werden.

Bauchmassage in der Schwangerschaft

  • Eine Bauchmassage kann in der Schwangerschaft eine Wohltat sein. Sie kann Ihnen zum Beispiel bei einem geblähten Bauch helfen und die unangenehmen Beschwerden lindern.
  • Wenn Sie alleine sind, können Sie Ihren Bauch mit pflegendem Mandelöl sanft massieren. Wenn Sie die Bauchmassage kreisförmig um den Bauchnabel ausführen, wird Ihnen dies in der Regel etwas Linderung verschaffen.
  • Bedenken Sie bei der Wahl Ihres Massageöls, dass bestimmte ätherische Öle - wie Nelke, Kampfer oder Minze - eine wehenfördernde Wirkung haben können.
  • Möchten Sie auf die wehenfördernde Wirkung verzichten und die letzten Tage mit Ihrem Baby im Bauch entspannt genießen, können Sie dem Massageöl einen Tropfen von hochwertigem Rosenöl hinzugeben.
  • In den letzten Schwangerschaftswochen sollten Sie sich zu einer Bauchmassage allerdings nicht auf den Rücken legen. Durch das Gewicht des Bauches kann die große Bauchvene abgeklemmt werden, was zu Kreislaufstörungen oder sogar Bewusstlosigkeit führen kann. Eine beruhigende Bauchmassage können Sie daher lieber auf der linken Seite liegend durchführen.
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