Alle Kategorien
Suche

Bankkaufmann - Ausbildungsvergütung und Anforderungen an Azubis

Die Ausbildung zum Bankkaufmann ist sehr begehrt, dabei dürfte die Ausbildungsvergütung nicht die entscheidende Rolle spielen, denn diese ist in manchen gewerblichen Berufen höher. Die meisten Azubis interessieren sich dennoch für das zu erwartende Lehrlingsgehalt. Wichtig zu wissen ist aber vor allem auch, welche Anfordungen an künftige Bankkaufleute gestellt werden.

Muss mit Geld und Kunden können: Der Bankkaufmann
Muss mit Geld und Kunden können: Der Bankkaufmann © Petra_Bork / Pixelio

Die Ausbildung zum Bankkaufmann

Weiße-Kragen-Berufe sind bei Azubis besonders begehrt, einer davon ist der Beruf des Bankkaufmanns.

  • Bankkaufleute sind für alle Fragen rund um Geldangelegenheiten zuständig, das heißt, sie haben sehr viele Kundenkontakte, weil sie die Kunden in verschiedensten Fragen beraten. Zu diesen Fragen gehört vor allem, wie sie ihr Geld anlegen können oder welcher Kredit für sie der geeignete ist, aber beispielsweise auch, wie hoch verschiedene Zinsen ausfallen, wie das Online-Banking funktioniert oder worauf sie bei Überweisungen ins Ausland achten müssen. Darüber hinaus schließen Bankangestellte mit den Kunden Verträge über Geldanlagen oder Kredite ab und erledigen viele Standardaufgaben. So eröffnen sie beispielsweise Konten, bearbeiten Überweisungs- oder Daueraufträge, zahlen Geld aus und überprüfen die Kreditwürdigkeit von Kunden. Im internen Ablauf haben Bankkaufleute ebenfalls unterschiedliche Aufgaben, so überwachen sie zum Beispiel, ob rechtliche und innerbetriebliche Vorgaben eingehalten werden, oder planen die internen Abläufe.
  • Der Arbeitsplatz des Bankkaufmanns und der Bankkauffrau ist in erster Linie die Bank, möglich ist es jedoch auch, sich auf den Börsen- und Wertpapierhandel zu spezialisieren und an einer Börse zu arbeiten.

Ausbildungsvergütung und Anforderungen

Denken Sie an eine Bankausbildung, so dürfen Sie mit einer Ausbildungsvergütung rechnen, die sich gegenüber vielen anderen Lehrberufen sehen lassen kann.

  • Ein einheitliches Lehrlingsgehalt für Bankkaufleute lässt sich nicht nennen, da es von verschiedenen Faktoren abhängt, so gelten beispielsweise für Genossenschaftsbanken andere Tarife als für öffentliche und private Banken. Die Agentur für Arbeit nennt, Stand März 2012, eine Ausbildungsvergütung für Bankkaufleute im ersten Jahr zwischen 752 und 766 Euro, im zweiten Jahr zwischen 809 und 826 Euro und im dritten Jahr zwischen 865 und 885 Euro.
  • Für das Gehalt müssen Sie als Bewerber auch gewisse Anforderungen erfüllen. Dazu gehört mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss. Ebenfalls der Agentur für Arbeit zufolge stellten die Banken im Jahr 2010 30 Prozent Bewerber mit mittlerem Schulabschluss und 69 Prozent mit Hochschulreife ein. Dabei sollten Sie vor allem gute Kenntnisse in Mathematik mitbringen, aber auch Interesse für die Bereiche EDV und Wirtschaft. Immer wichtiger, zumindest in einigen Banken, werden Englischkenntnisse, da Sie oft auch internationale Kundenkontakte pflegen müssen.     
  • Eine weitere unerlässliche Anforderung ist Verschwiegenheit, denn Sie müssen mit Ihrem Wissen über die finanziellen Verhältnisse Ihrer Kunden sehr sorgfältig umgehen. Auch die Fähigkeit, Dinge manchmal rasch und dennoch sorgfältig zu entscheiden, beispielsweise wenn es um Kredite geht, ist wichtig. Unverzichtbar sind aber vor allem auch Kontaktfreudigkeit und Serviceorientierung, denn Sie haben sehr viel mit Menschen zu tun.
  • Da sich im Bankgeschäft, etwa bei den Anlagemöglichkeiten, bei den Zinsen aber auch in vielen rechtlichen Fragen, die Banken betreffen, häufig vieles ändert, müssen Sie außerdem bereit sein, sich regelmäßig über Neuerungen zu informieren und hinzuzulernen.

Für alle, die diese Anforderungen erfüllen, kann der Beruf des Bankkaufmanns also sehr interessant sein, vor allem, weil es auch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt. 

Teilen: