Ballaststoffarme Nahrungsmittel gibt es gar nicht so viele

  • Vermeiden Sie pflanzliche Nahrungsmittel, da Ballaststoffe (Polysaccharide, demnach Kohlenhydrate) überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Verzichen Sie auf romr Ernährung mit viel Getreideprodukten, vor allem Vollkornprodukten.
  • Aber auch auf Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchte, in denen Ballaststoffe als Zellulose reichlich vorhanden sind, sollten Sie reduzieren.
  • In Obstkernen und Gemüse - etwa den Fäden bei Bohnen - kommt der Ballaststoff Lignin vor. Der Ballaststoff Pektin findet sich in Obst und Gemüse (besonders in Äpfeln und Quitten). Alginate, ebenfalls ein Ballaststoff, kommt in Agar und Karrageen vor.
  • Wählen Sie in den einzelnen Sparten die Nahrungsmittel für Ihre Ernährung aus, die am wenigsten Ballaststoffe haben. Was die Getreide angeht, so hat polierter Reise etwa 2 g Ballaststoffe pro 100 g, Weizenkleide hingegen besteht zu ca. 50 Prozent aus Ballaststoffen und Roggen hat 13,4 g Ballaststoffe pro 100 g, Weizenmehl (Type 405) 3,2  g und Roggenmehl (Type 815) etwa 6,5 g pro 100 g.
  • Unter den Gemüsesorten sollten Sie die Gurke bevorzugen, sie hat nur 0,9 g pro 100 g Ballaststoffe und ist damit recht ballaststoffarm. Rosenkohl liegt recht weit oben, was den Ballaststoffgehalt von Gemüse angeht, nämlich bei 4,4 g pro 100 g.
  • Mit Wassermelonen essen Sie sehr wenig Ballaststoffe, nur 0,2 g pro 100 g, mit Heidelbeeren hingegen sogar fast 5 g, was für Obst recht viel ist. Ein Apfel hat etwa 2,5 g Ballaststoffe pro 100 g. Trockenobst hat natürlich mehr Ballaststoffe als frisches Obst.
  • Unter den Nüssen erreicht die Mandel mit fast 10 g pro 100 g einen relativ hohen Ballaststoffanteil.
  • Joghurt, Kefir und Buttermilch sind ballaststoffarm. Mit Milchprodukten gelingt es relativ leicht, eine ballaststoffarme Ernährung zu gewährleisten.
  • Und auch Brühe und Gemüsesuppen sind geeignet für eine ballaststoffarme Ernährung.

Was Sie noch wissen sollten bei Ernährungseinschränkungen

  • Wenn Sie es haargenau wissen wollen, dann finden Sie im sogenannten Bundeslebensmittelschlüssel die Inhaltsstoffe von 15 000 Lebensmitteln - und auch den Ballaststoffanteil - datenreich aufgeschlüsselt. (Googeln Sie mit den Suchworten "Inhaltsstoffe Lebensmittel".) Sie erfahren zum Beispiel, wie viele Ballaststoffe Honig hat: Honig enthält 0 mg Poly-Pentosen, 0 mg Poly-Hexosen 0 mg Poly-Uronsäure, 0 mg Cellulose, 0 mg Lignin, 0 mg wasserlösliche Ballaststoffe 0 mg wasserunlösliche Ballaststoffe. 
    • Es gibt wasserlösliche Ballaststoffe wie Pektin, Dextrine und Johannisbrotkernmehl und Ballaststoffe wie Cellulose, die sich nicht in Wasser auflösen. 
    • Ballaststoffe können sehr viel Wasser aufnehmen: das bis zu Hundertfache ihres Gewichts.