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Balkonbau - Preise richtig kalkulieren

Die Preise für einen Balkonbau können sehr variieren: Je nachdem, mit welchen Materialien er ausgestattet sein soll, wie groß er geplant ist und ob man ihn in Eigenregie bauen möchte oder gemeinsam als Eigentümer einer Wohnung zusammen mit anderen Wohneigentümern. Letzteres ist zu empfehlen, da es damit in der Regel günstiger wird. Hier finden Sie eine Checkliste, die Ihnen zeigt, welche Punkte zu beachten sind und in welcher Höhe in etwa der Preis zu erwarten ist.

Balkonlose Wohnungen verkaufen sich miserabel.
Balkonlose Wohnungen verkaufen sich miserabel.

Beispiel für die Kalkulation des Preises eines Balkonbaus

  1. Wenn Sie gemeinsam als Eigentümer die Planung der Balkone in Angriff nehmen und niemanden beauftragen, können Sie Planungskosten sparen. Besonders sinnvoll ist das, wenn ein Architekt unter den Miteigentümern ist.
  2. Bevor der Balkon (ange-)baut werden kann, muss ein Statiker prüfen, ob das Gebäude einen Balkon überhaupt aushält. Für fünf Balkone, die auf Stahlträger einfach außen an die Fassade gehängt werden, sind grob 400 Euro brutto für diese einzurechnen (Stand Mai 2011).
  3. Wenn beispielsweise eine Küche, die auf den Balkon hinausgehen soll, nur ein Fenster hat, sodass man also hinaussteigen müsste, dann ist ein Maurer zu beauftragen, der die Mauer durchbricht. Das kostet in etwa 500 Euro brutto. Bei der Kalkulation des Preises eines Balkonbaus ist die Balkontür einzurechnen. Für sie ist etwa 650 Euro brutto zu veranschlagen.
  4. Oft ist es der Fall, dass die Heizung versetzt werden muss, wenn ein Maurer am Werk war. Gegebenenfalls passt dann der alte Heizkörper nicht mehr und Sie müssen einen neuen Heizkörper kaufen. Veranschlagen Sie für diesen Posten etwa 600 Euro brutto.
  5. Nun zur Kalkulation des Preises vom Balkon selbst. Die Herstellung, Lieferung und die Montage einer Balkonanlage, die feuerverzinkt ist und an bauseits vorhande Kragarme angehängt wird, beläuft sich auf ca. 5000 Euro brutto, wenn es sich um einen Balkon handelt, der 3,5 Meter x 1 Meter misst, dessen Grundrahmen aus einem umlaufenden U-Stahlrahmen besteht, dessen Terrassenbodenverkleidung mit terraZa-Kunststoffprofilen gestaltet wird (dabei handelt es sich schon um eine etwa luxuriösere Terrassenbodenverkleidung, die aber so angenehm ist, dass man sich direkt auf dem Terrassenboden sonnen möchte und gar keine Liege brauchen will), dessen Unterseite eine Zementfasserplatte ist, dessen Entwässerung durch Trapezbleche, Rinnen und Fallrohr gewährleistet wird und dessen Geländer aus Flach- und Vierkantprofilen sowie einem Grundrahmen mit senkrechter Füllung besteht. Hierbei handelt es sich um keinen extrem billigen Balkonbau, keinem Ramschbalkon sozusagen, aber auch nicht um eine extrem luxuriöse Balkonlösung für Sommer- oder Sonnengötter oder sonstige Göttinnen und Götter. Außerdem ist dies ein Beispiel für einen Balkon in Berlin, wo ja alles in der Regel immer erheblich billiger ist, als etwa in München.

Alle Angaben: Stand Mai 2011

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