Aversion gegen Lebensmittel - Kindern Gesundes schmackhaft machen

Manche Lebensmittel rufen eine Aversion hervor. Manche Lebensmittel rufen eine Aversion hervor.
Wenn Kinder etwas nicht essen wollen, dann zeigen Sie Ihre Aversion dagegen sehr deutlich. Auch wenn sie noch nicht richtig sprechen, fällt ihnen jede Menge ein, wie sie klar machen können, dass das Menü nicht nach ihrem Geschmack ist. Sind es einige wenige Lebensmittel, können Sie als Eltern damit wahrscheinlich ganz gut leben. Wird die Auswahlliste allerdings immer kleiner, kann das ganz schön anstrengend und aufwändig werden.
Sonja Huysecom
06.05.2011 Sonja Huysecom

Woher eine Aversion kommt

Gerade bei Kindern haben Aversionen oft mit Lernen zu tun und Kinder lernen auf unterschiedliche Weisen. Eine davon ist Nachahmung.

  • Gibt es also in ihrer Umgebung andere, die ein bestimmtes Essen ablehnen, imitieren sie dieses Verhalten. Wenn im Kindergarten alle einer Meinung sind, wenn Spinat serviert wird, dann wird ihr Kind diese Meinung auch übernehmen. Zum einen, weil es davon ausgeht, dass das dann auch so stimmen muss und zum anderen, weil es einfacher ist, der Masse zu folgen. Aber auch Erwachsene sind Vorbild, auch ihre Aversionen betreffend. Beeinflussung ist nicht zu unterschätzen.
  • Lernprozesse beginnen bei Kindern ja bereits mit ihrer Geburt, dessen sollten Sie sich als Eltern immer bewusst sein. Sie haben den Auftrag, diese zu steuern und Ihr Kind zu erziehen. War es also von Anfang an üblich, dass keiner in der Familie etwas essen muss, was er nicht mag, können Sie nur schwer etwas dagegen tun, wenn die Lebensmittelliste der Nahrungsmittel, die nicht schmecken, immer länger wird.
  • Das heißt nicht, dass Sie Druck machen und zum Essen zwingen sollen. Machen Sie Kompromisse und führen Sie klare Absprachen ein. Einer könnte sein, zumindest zu kosten oder einen Teil davon zu essen. Wie bereits gesagt, ist eine Aversion oft nur angelernt.
  • Die Optik der angebotenen Lebensmittel und das Gefühl im Mund beim Essen spielt bei Kindern eine große Rolle. Farbe und Form ändern vieles. So kann es beispielsweise sein, dass Ihr Kind zwar keine ganzen gebratenen Champignons isst, weil diese so glitschig sind und eine eklige Farbe haben, aber in der Suppe püriert hat es kein Problem damit.
  • Auch gebratene Zucchini kommen meist nicht so gut an wie Rohkost Sticks mit Dip. Die Zubereitung spielt also eine große Rolle. Öffnen Sie Ihr Kind von Anfang an dafür, sich darauf einzulassen, immer wieder aufs Neue zu probieren. 

Lebensmittel, wie Kinder sie mögen

  • Ein guter Rat ist es, Kinder früh mit der Küche vertraut zu machen. Lassen Sie sie bei sich sitzen, erklären Sie, wenn Sie etwas zubereiten, lassen Sie sie Kräuter und Gewürze riechen und geben Sie ihnen kleine Aufgaben. So wachsen die Kleinen in die Welt der Lebensmittel und des Kochens hinein.
  • Viele Kinder und auch Erwachsene wissen über manche Gemüsesorten zu wenig oder gar nichts. Wenn Sie also gerne kochen, sich dafür interessieren und Ihrem Kind früh ein Gefühl dafür vermitteln, wird es eine andere Einstellung erlagen, als wenn Dosen und Tiefkühlprodukte die Basis sind. Gehen Sie gemeinsam zum Markt und suchen Sie bewusst Obst und Gemüse aus, das sie noch nicht kennen. So wird Ernährung spannend.
  • Bereiten Sie die Gerichte immer liebevoll und kindgerecht zu. Es ist nicht schwierig, aus einem Butterbrot ein Gesicht zu machen. Radieschen, Paprika oder Karottenstifte können Nase, Mund, Augen oder Haare sein. Lassen Sie Ihr Kind selbst kreativ werden.
  • Richten Sie eine Platte mit zurechtgeschnittenem Gemüse und Obst an und basteln Sie gemeinsam Ihr Essen. Servieren Sie auch mal Zahnstocherhäppchen. Ein Stück Salami kombiniert mit Gurkenwürfel, Radi oder Apfelstückchen hat oft mehr Reiz als ein simples Brot.
  • Vergessen Sie nie, dass es für alles unterschiedliche Zubereitungsarten gibt. Sie können auch Obstsäfte machen und diese mit Eiswürfeln und Strohhalm servieren.  Auch als Püree oder Suppe könnten Sie erfolgreicher gesunde Lebensmittel anbieten. Probieren Sie es einfach aus.

Schnitzel und Pizza sind nicht mal eben schnell so zubereitet, und als Tiefkühlkost auch nicht wirklich für den täglichen Bedarf geeignet. Sein Sie da konsequent, denn Sie haben auch Verantwortung für die Gesundheit Ihres Kindes.

Diese Anleitung
Leser-Tipps Ihren Tipp zur Anleitung schreiben

1400 Zeichen verbleibend.