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Autos folieren - so machen Sie's richtig

Umlackieren ist out, was im Trend liegt, ist das Folieren von Autos. Doch nicht jeder hat genügend Kleingeld übrig, um seinen Wagen einfach zum Folieren in die Werkstatt zu bringen. Mit ein wenig Geschick und ein paar Tipps können Sie sich vielleicht bald trotz Geldmangel über eine verkaufswertsteigernde und dazu auch noch schicke Folierung freuen - wenn Sie das Kleben selbst anpacken. Wie Sie das am besten angehen, erfahren Sie hier.

Das Folieren ist längst Trend.
Das Folieren ist längst Trend.

Was Sie benötigen:

  • Folie
  • Reinigungsmittel
  • Trennmittel
  • Heißluftföhn
  • Stück Filz
  • Rakel

So können Sie Autos folieren

  1. Grundlegend ist es zunächst, vor dem Folieren einzelne Anbauteile wie beispielsweise Türgriffe zu entfernen, die im Folierungsprozess nur im Weg sind. Anschließend wird die zu folierende Fläche gereinigt und das nicht zu sparsam - der Untergrund für die Folie muss bis ins letzte, noch so kleine Eck vollkommen gesäubert, fettfrei und beim Folieren selbst dann vor allem auch wieder trocken sein.
  2. Auch die Art und Qualität der Folie spielt für eine gelungene Folierung von Autos am Ende eine wirklich wichtige Rolle. Grundsätzlich verwendet man eine 0,1 mm starke PVC-Folie, die durch Acrylatkleber selbstklebend ist und auch bei extremerem Sonneneinfluss nicht so schnell austrocknen und sich lösen sollte. Echte Carwrappingfolie kostet pro laufenden Meter um die 7 Euro - im Gesamten müssen Sie für einen Kleinwagen um die 20 m² Folie berechnen, für einen größeren Wagen dementsprechend prozentual mehr, sodass das ganz schön teuer werden kann. Vor Kosten sollten Sie bezüglich der Folienwahl aber nicht zurückschrecken - die teureren Folien haben vor allem den Vorteil, dass sie nicht sofort steinfest sitzen, sondern erst durch deutlichen Druck ankleben und leichter wieder abzuziehen sind.
  3. Neben den einschlägigen Metallic-, Matt- sowie Flip-Flop-Folien können auch Digitaldruckfolien für die Folierung genutzt werden. So können Sie Ihre eigenen Ideen auf Folie verwirklichen lassen und auf das Fahrzeug auffolieren. Entscheiden Sie sich für einen solchen Druck, sollte Ihnen aber klar sein, dass eben durch ihre Druckherstellung vereinzelt dünne Streifen auf dem Endprodukt wahrnehmbar bleiben. Haben Sie die richtige Folie gefunden, so legen Sie sie erst einmal lose aus, um sie besser zuschneiden zu können. Je genauer Sie beim Zurechtschneiden vorgehen, desto mehr Arbeit bleibt Ihnen beim tatsächlichen Folierprozess erspart.
  4. Bevor Sie die Folie nun aufbringen, geben Sie Trennmittel auf den zu folierenden Grund und polieren es sauber ein, sodass, nachdem Sie die Folie wieder abziehen, später keine Kleberückstände am Auto zu erkennen sind. Entgegen dem weit verbreiteten Glauben wird bei der Montage keine Flüssigkeit benutzt und der Vorgang geht absolut trocken vonstatten. Merken Sie sich als Tipp für das Folieren selbst, dass immer eher in der Mitte und mit größeren Flächen begonnen wird als mit Detailarbeit. Die Folierung sollte sich demnach von hinten nach vorne und von innen nach außen vervollständigen und die Folie selbst kann so oft wie nur nötig abgezogen und so dem Wagen bis ins Detail angepasst werden.
  5. Ein Gerät, das Sie unbedingt fürs Folieren brauchen, ist neben Heißluftföhn mit Filz vor allem ein Kunstoffrakel. Der Föhn soll die Folie dabei besonders flexibel und geschmeidig werden lassen, sodass sie mit dem Rakel leichter in die Ecken zu streichen ist. Achten Sie aber darauf, nicht konstant auf einer Stelle zu föhnen, weil die Folie sonst womöglich schmilzt. Die ratsamste Temperatur während des Folierens ist einfache Zimmertemperatur -  so befindet sich die Folie bereits in recht weichem Zustand und ist am besten zu verarbeiten.
  6. Bilden sich beim Foliervorgang kleine Bläschen, so sollten die innerhalb von 2 - 3 Wochen von ganz alleine verschwinden. Passiert das im angegebenen Zeitraum nicht oder erscheinen Ihnen die entdeckten Blasen einfach zu groß, sollten Sie sie aufstechen und mithilfe des Rakels die eingeschlossene Luft herausschieben. Wichtig ist, dass Sie bei allen Arbeiten mit dem Rakel den tatsächlichen Lack des Autos nicht beschädigen.
  7. Prägen Sie sich zudem gut ein, dass das Folieren immer nur dann zu einem ansehnlichen Effekt führt, wenn das Auto unter der Folie in bestem Zustand ist. Das heißt also, Lack muss vorhanden und sollte zudem dellen- und vor allem rostfrei sein. Ist das nicht der Fall, sieht man die Schäden auch nach dem Folieren des Autos durch, zudem kann es am Ende zu einer Korrosion kommen und der Wagen fällt einfach auseinander, nachdem er unter der Folie über Jahre vor sich hingerostet ist.

Zuletzt ist anzumerken, dass die endgültige Dauer des Folierens abhängig von Größe des Wagens und damit zu leistendem Aufwand stark variieren kann. Grundsätzlich rechnet man für einen Durchschnitts-PKW 6 - 10 Stunden, wenn 2 Leute daran arbeiten. Also - fragen Sie lieber einen Freund, ob er Ihnen hilft. Alleine wird Sie das Folieren womöglich leicht entnerven.

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