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Autonome Region Kurdistan - Wissenswertes

Die Autonome Region Kurdistan liegt in Asien im Norden des Irak. Die Region erhielt im Jahre 1991 ihre volle Autonomie, nachdem sie bereits seit 1970 eine teilautonome Republik war. 2005 wurde die irakische Verfassung anerkannt. Das Regierungssystem der Region ist eine parlamentarische Demokratie.

Kurdistan ist von hohen Gebirgszügen geprägt.
Kurdistan ist von hohen Gebirgszügen geprägt.

Autonome Region Kurdistan - die geografische Lage

  • Geografisch betrachtet liegt Kurdistan im Nordirak. Die Grenzen zu Kurdistan bilden die Türkei, Syrien und der Iran.
  • Die Region ist politisch in drei Gouvernements eingeteilt. Die Größe beträgt zwischen 40.000 und knapp 80.000 km² - wenn die Gebiete berücksichtigt werden, die unter kurdischer Kontrolle sind, aber eigentlich nicht zur Autonomen Region gehören.
  • Es gibt Gebiete, die sehr konfliktbehaftet sind. Zu diesen gehören unter anderem Kirkurk und Mossul, die der Nordirak beansprucht. 
  • Die Hauptstadt des Landes ist Arbil. Eine der nördlichsten Städte der Region ist Barza, das nahe der türkischen Grenze liegt. Die Stadt erlangte in den 1980er Jahren traurige Berühmtheit, weil die Iraker 8.000 Mitglieder des gleichnamigen Stammes töteten.

Kurdistan besteht überwiegend aus Gebirgszügen

  • In Kurdistan herrschen Gebirgszüge vor, die von zahlreichen Flüssen durchzogen sind. Die Hochgebirgslandschaft wirkt sich auch auf das Klima aus: Die Sommer sind sehr trocken und mit bis zu 44 °C sehr heiß.
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  • Mit der Höhenlage verändert sich das Klima. Die Temperaturen sinken und es fällt viel Regen.
  • Gleiches gilt für die Wintermonate: In niedrigen Lagen sind die Winter mit bis zu 13 °C sehr mild; im Hochgebirge kalt und niederschlagsreich.

Wissenswertes zur Bevölkerung

  • Kurdistan hat mehr als 5 Millionen Einwohner, die mit einem Durchschnittsalter von etwa 20 Jahren vergleichsweise jung sind. Bezüglich der Nationalität sind es überwiegend Kurden, die in der Autonomen Region leben. Sie sind sunnitische Muslime. 
  • Als Minderheiten leben Araber, Assyrer und Turkmenen in Kurdistan. Sie dürfen ihre Religion frei ausleben.
  • Die Bevölkerung spricht kurdische Dialekte, die auch als Amtssprache gelten. Arabisch ist eine weitere Sprache, die im Land gesprochen wird.
  • Das Regierungssystem der Autonomen Republik ist eine parlamentarische Demokratie. Das Land hat einen Präsidenten und einen Regierungschef. 

Geschichtliche Informationen zur Region

  • Araber und Kurden grenzten sich bereits 1958 durch zwei symbolträchtige Schwerter voneinander ab. Die Kurden sollten in ihren Republiken ihre Sprache und ihre Kultur frei leben können.
  • Das erste Abkommen zur Autonomie einer kurdischen Republik wurde 1970 geschlossen. Durch die Beteiligung der Kurden an den Kriegen Iraks gegen den Iran in den 1980er Jahren und 2003 gelang die Vergrößerung der Gebiete. 
  • Während der Teilautonomie sollten mindestens fünf kurdische Minister Teil der irakischen Regierung sein. Darüber hinaus sollte die kurdische Bevölkerung eine bessere gesundheitliche Betreuung und eine eigene Akademie der Wissenschaften bekommen. Die Umsetzung dieser Pläne gelang jedoch nicht beziehungsweise nur schleppend.
  • 1991 gelang das Gebiet seine Unabhängigkeit. Dennoch bleiben Konflikte mit dem Irak, auch bewaffneter Art, nicht aus. In der neueren Geschichte vergrößerte die Autonome Region ihr Gebiet durch die Beteiligung am Irakkrieg im Jahr 2003. Gebietskämpfe sind ein häufiger Grund der Auseinandersetzung zwischen Kurdistan und dem Irak, aber auch Ölvorkommen in Kurdistan tragen zu Konflikten bei.

Reisen nach Kurdistan - was Sie beachten sollten

  • Seit einigen Jahren wird der Tourismus in Kurdistan gefördert. Sie können in Hotels übernachten, die häufig einen hohen Standard haben. Riesige Einkaufspassagen wie das "Majidi Mall Shopping and Entertaining Centre" in Erbil verströmen westliches Flair. Vergnügungsparks wie das "Chavy Land" in der Universitätsstadt Sulaimaniyya mit einer Größe von 750.000 m2 sollen Touristen begeistern. Darüber hinaus gibt es Veranstalter, die Filmfestivals oder Autoshows abhalten, um Reisen nach Kurdistan zu fördern.
  • Die Kurden und Kurdinnen sind gastfreundlich und haben eine vielseitige Küche zu bieten. Probieren Sie das Nationalgericht, das aus Brühe und Fleisch besteht und mit selbst gebackenem Brot gegessen wird. "Kubba" ist ein typisches Gericht, das aus Brot und Fleisch hergestellt wird.
  • In Kurdistan gilt keine besondere Kleiderordnung. Als Frau müssen Sie keine Kopfbedeckung tragen. Sie sollten aber darauf achten, dass Sie sich nicht zu freizügig geben. Bedecken Sie Ihre Beine und Ihr Dekolleté und tragen Sie nicht allzu kurze Rücke. Männer sollten auch in der warmen Jahreszeit Hosen tragen.
  • Sie können die Region mit dem Flugzeug oder über die Türkei mit dem Auto erreichen. Für die Einreise benötigen Sie einen gültigen Reisepass. Sie bekommen einen kostenlosen Einreisestempel. Ein Visum benötigen Sie nicht.
  • Aufgrund der angespannten Lage im Irak gibt es immer wieder Reisewarnungen, die eingeschränkt auch für einige Gebiete Kurdistans gelten. Halten Sie sich nicht in Grenzgebieten auf und beachten Sie, dass Sie den arabischen Teil des Iraks nicht betreten. Die Grenzen verlaufen mitunter durch Städte, beispielsweise durch Kirkuk.

Im kurdischen Teil des Irak ist die Sicherheitslage besser als im arabischen Teil. Dennoch sollten Sie wissen, dass Sie in eine Region reisen, die Gefahren birgt. Halten Sie sich an alle Vorschriften und achten Sie bei allem, was Sie tun, unbedingt auf Ihre eigene Sicherheit.

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