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Automatenspiel selber bauen - so gelingt ein Flipper

Erinnern Sie sich noch an die guten alten Flipperautomaten? Wenn Sie in den 80er oder 90er Jahren aufgewachsen sind bestimmt! Wer sich heute das alte Automatenspiel nachhause holen will, darf so einiges hinblättern, weil sie nunmehr von einer einzigen Firma hergestellt werden. Aber wie ist es eigentlich mit dem Eigenbau?

Flipperautomaten sind heute ganz schön teuer.
Flipperautomaten sind heute ganz schön teuer. © I.Friedrich / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Gehäuse eines alten Flipperautomaten
  • Klebefolien
  • MilliSoft PINterface (Software)

Automatenspiel bauen?!

  • Grunsätzlich sollten Sie sich den Eigenbau noch einmal gut überlegen: Es ist meist teurer, selbst einen Flipperautomaten zu kontruieren als einen gebrauchten auf eBay zu ersteigern. Zwar geht alles in allem beides ins Geld, jedoch brauchen Sie für einen Eigenbau allerhand Einzelteile: Spulen, den Kasten, Füße, das Glas und am teuersten: die Elektronik. Mit 100 Euro ist es da längst nicht getan: nicht einmal, wenn Sie Elektroniker sind und sich mit dem Aufbau des Flipper-Innenlebens auskennen.
  • Am Ratsamsten wäre es wohl, ein defektes Automatenspiel im Internet zu ersteigern, das kommt Sie nämlich nicht allzu teuer und zudem sparen Sie sich allerhand Zeit. Das Design können Sie schließlich nach Ihren Wünschen ändern, zumindest äußerlich sollte das kein Problem sein.
  • Beispielsweise können Sie im Baumarkt entsprechende Klebefolien kaufen, diese mit Schablonen zuschneiden und Ihren Automaten damit ein bisschen auf Vordermann bringen.

Elektronik des Flipperautomaten per MilliSoft PINterface

  • Haben Sie das Gehäuse, so geht es an die Elektronik. Kennen Sie sich richtig gut mit Elektrik aus, so sollte es kein Problem für Sie sein, den Defekt des alten Flippers zu beheben. Sind Sie in der Elektronik nicht besonders bewandert, so nutzen Sie am besten ein System zur Programmierung des alten Automaten.
  • Dafür kommt beispielsweise das MilliSoft PINterface infrage. In der Lieferung des extra für Flippereigenbauten entworfenen Systems sind Stromversorgungsplatine und Flipperspulenansteuerung genauso inbegriffen, wie die Programmiersoftware.
  • Die Anwendung des Programms kann hier aus Platzgründen leider nicht ausgiebig besprochen werden, es sei Ihnen jedoch versichert, dass Sie alles Wissenswerte zum Grundsystem und der Programmierung desselben im mitgelieferten Handbuch finden.
  • Nur so viel: Die spezielle Platine, die schließlich Flipperfinger, Spulen und Flasher steuern soll, kann an ein Mikrocontrollerboard angeschlossen werden, welches wiederum mit einem PC verbunden werden muss. Per PC wenden Sie schließlich die Software an und konzipieren so Sound und Anzeige durch Konfigurationsdateien.

Keine Angst: Sie müssen kein Programmierexperte sein, um die Software anzuwenden. Das Tolle an dem Ganzen: Ihrer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt und es bietet sich Ihnen die Möglichkeit, grafisch und audiotechnisch ein wirklich einzigartiges Automatenspiel zu gestalten. Der Nachteil: Das Programm wird Sie um die 400 Euro kosten. Dann vielleicht doch ein neuer Flipper?!

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