- Farbpolitur
- Lackstift
- 1500er und 2500er Nassschleifpapier
- Lackreiniger oder Schleifpolitur
- Wachs
- weiche Tücher (Poliertücher, Polierwatte o. Ä.)
- Klebeband
- Zahnstocher
Im Alltag passiert es leider schnell, dass man kleine Kratzer im Autolack findet. Gerade auf Parkplätzen von Supermärkten kommt es öfter vor, dass man vom Einkaufen kommt und wieder mal einen neuen Kratzer entdeckt. Am ärgerlichsten ist das natürlich bei neuen Autos, bei denen man gern längere Zeit einen schönen Autolack haben möchte. Sie können Ihr Auto zu einem Fachmann bringen, der Ihnen Ihren Autolack wieder auf Vordermann bringt, Sie können es aber auch selbst versuchen.
Kratzer aus dem Autolack entfernen
- Um Kratzer aus dem Autolack zu bekommen, müssen Sie Ihr Auto erst einmal gründlich waschen. Das hat den Sinn, dass Sie die Kratzer deutlicher sehen können und beim Manipulieren am Autolack durch den Schmutz nicht noch mehr Kratzer in den Lack bringen. Danach sollten Sie genau schauen, wie tief die Kratzer sind, denn darauf ist die Behandlung abzustimmen.
- Für oberflächliche, kleine Kratzer können Sie sich eine Lackpolitur besorgen. Achten Sie hierbei darauf, dass die Farbe der Politur Ihrem Autolack ähnlich ist. Nach der Grundreinigung Ihres Autos können Sie dann mit einem fuselfreien, sauberen und weichen Tuch die Farbpolitur auf den Autolack aufbringen. Nach der Einwirkzeit wird die Politur mit einem gleichwertigen Tuch vorsichtig abgerieben.
- Hat das auch nach wiederholten Versuchen nicht den gewünschten Effekt, und Ihr Autolack weist weiterhin Kratzer auf, sind diese wohl doch zu tief. In diesem Fall müssen Sie härtere Geschütze auffahren. Schauen Sie nach, welchen Farbton Ihr Autolack hat. Das steht meistens im Motorraum. Wenn Sie die Farbnummer gefunden haben, holen Sie sich im Fachhandel einen passenden Lackstift.
- Reinigen Sie die Kratzerstelle wieder gründlich, sodass weder Schmutz noch Fett auf dem Autolack sind. Schütteln Sie den Lackstift ordentlich und entnehmen Sie mit der Spitze eines Zahnstochers etwas Farbe daraus. Füllen Sie anschließend damit den Kratzer auf. Wiederholen Sie nach dem Trocknen den Vorgang - falls nötig. Den Pinsel des Lackstifts sollten Sie besser nicht verwenden, da dieser zu dick aufträgt.
- Ist alles gut getrocknet, schleifen Sie nun vorsichtig mit einem 1500er Nassschleifpapier die Kratzerstelle vor, damit der aufgefüllte Kratzer sich langsam dem normalen Autolack anpasst. Danach schleifen Sie mit einem feineren 2500er Nassschleifpapier nach, bis der Kratzer nicht mehr zu sehen ist. Passen Sie aber auf, dass Sie nicht zu viel Autolack abschleifen und nicht zu großflächig arbeiten. Sie können den Lack drum herum zum Beispiel mit Klebeband abkleben.
- Polieren Sie danach die geschliffene Stelle mit einem Lackreiniger oder einer Schleifpolitur. Diese Mittel werden die feinen Kratzer von dem Schleifvorgang entfernen.
- Am Schluss sollte der Autolack versiegelt werden. Hierfür eignet sich zum Beispiel Wachs, das Sie mit einem weichen Tuch einpolieren können. Nach dieser Behandlung sollten kleine Kratzer nicht mehr zu sehen sein.
Wenn Sie am Autolack arbeiten, sollten Sie das im Schatten tun. Die Temperatur sollte zwischen 10° C und 25° C liegen, nicht niedriger und nicht höher sein. Wenn Sie sich selbst nicht rantrauen oder die Kratzer nicht verschwinden, sollten Sie doch besser das Geld in einen Fachmann investieren.

