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Autofahren mit Gips – darauf sollten Sie achten

Hier hilft nur noch Taxifahren.
Hier hilft nur noch Taxifahren.
Ein gebrochener Knochen ist schmerzhaft und der Gips dazu sehr unangenehm. Noch schlimmer ist es, wenn Sie während der Heilungsdauer auf das Autofahren verzichten sollen. Das ist nicht immer nötig, aber Sie müssen genau prüfen, ob Autofahren für Sie mit Gips infrage kommt.

Autofahren und das Tragen von einem Gips sind nicht immer miteinander zu vereinbaren.

Autofahren mit Schienen und Gipsverbänden

  • Entscheidend ist natürlich immer, an welcher Stelle Sie den Gips tragen. Autofahren und ein Gips am rechten Fuß oder Bein schließt sich grundsätzlich aus. Sie benötigen dieses Bein, um Gas geben zu können und mit einem Gipsverband oder einer medizinischen Schiene fehlt jedes Gefühl dafür.
  • Ein Gips am linken Unterschenkel behindert Sie dann weniger beim Autofahren, wenn Sie über ein Automatikgetriebe verfügen. Nur so ist Autofahren überhaupt möglich. Sie müssen dennoch darauf achten, dass Sie genug Platz im Fußraum haben, um den Fuß mit Gips in ausreichender Entfernung zu den anderen Pedalen abstellen zu können.
  • Ein Gipsverband oder eine feste Schiene an der Hand oder am Arm kann, muss aber nicht, Ihre Fahrtauglichkeit einschränken oder ganz aufheben. Wichtig ist, dass Ihre Hand durch den Gips nicht so versteift wird, dass Sie das Lenkrad nicht mehr halten können. Die Finger oder in der anderen Richtung das Ellbogengelenk müssen frei beweglich und zu einem festen, schmerzfreien Griff um das Lenkrad fähig sein. 
  • Gehen Sie davon aus, dass Gips auf der linken Körperhälfte weniger beeinträchtigend ist als auf der rechten Körperhälfte. Fahren Sie einen Schaltwagen, sollte der Gips nicht im Weg sein, wenn Sie die Gänge einlegen. Sprechen Sie vor dem Autofahren mit Ihrem behandelnden Arzt, ob die Heilung durch die Bewegungen beeinträchtigt werden kann, und vermeiden Sie jede unnötige Fahrt.

Unfallschaden bei Gips

Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StZVO) sieht vor, dass Sie als Fahrzeugführer jederzeit dazu in der Lage sein müssen, Ihr Fahrzeug selbstständig zu lenken.

  • Verursachen Sie einen Verkehrsunfall, während Sie beim Autofahren einen Gips tragen, kann dies versicherungstechnische Konsequenzen haben. Ihre eigene Versicherung wird zwar zunächst den Schaden des anderen Beteiligten regulieren, Ihnen aber grobe Fahrlässigkeit vorwerfen. Versicherungen gehen davon aus, dass ein Gips beim Autofahren immer die Fahrtauglichkeit beeinträchtigt.
  • Es ist ebenfalls möglich, dass die Polizei Ihnen die Verursachung des Unfalls vorwirft, weil Sie ohne den Gips besser hätten reagieren können. Dies kann sogar zutreffend sein, denn besonders ein eingegipster Arm schränkt Sie in Ihrer Bewegungsfreiheit ein und kann Ihre Reaktionsfähigkeit beim Autofahren verschlechtern.
  • Sind Sie das Opfer eines Verkehrsunfalls, macht die andere Versicherung häufig Schwierigkeiten. Sie wird Ihnen ein Mitverschulden anrechnen wollen, weil Autofahren mit Gips wieder als grobe Fahrlässigkeit eingestuft wird. Es gibt nur wenige Unfallhergänge, bei denen dieses Argument überhaupt nicht zutrifft. Stellen Sie sich also auf einen Rechtsstreit mit der anderen Versicherung ein.
  • Diese Probleme lassen sich wirksam nur vermeiden, wenn Sie wirklich komplett auf Autofahren verzichten. Ist es unumgänglich, fragen Sie sich sehr kritisch, ob Sie mit dem Gips wirklich problemlos fahrtauglich sind. Bitten Sie einen Freund, Sie bei einer kurzen Probefahrt zu begleiten und zu beobachten. Hören Sie auf seine ehrliche Meinung.

Eine ehrliche Selbsteinschätzung und schneller Heilungsverlauf helfen Ihnen am besten, bald wieder mit gewohnter Fahrtüchtigkeit Autofahren zu können.

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