Frauen haben vom Auto keine Ahnung. Dieses Vorurteil hält sich mit schöner Hartnäckigkeit. Selbst Autoverkäufer werden manchmal gönnerhaft, wenn Frauen ohne männliche Begleitung ein Auto kaufen wollen. Zeigen Sie, dass Sie mehr als nur einen fahrbaren Schminkspiegel suchen.
- 05.01.2012 Günter Schulz
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Ein Autokauf ist niemals eine schnelle Entscheidung. Das gilt für Männer und für Frauen.
Welches Auto darf es sein?
- Überlegen Sie sich in Ruhe und fernab von jedem Verkäufer, welches Auto Sie überhaupt haben wollen. Legen Sie fest, ob es ein kleines oder großes Auto sein soll, ob es ein Neuwagen oder ein Gebrauchtwagen wird. Um sich zu informieren, suchen Sie Erfahrungsberichte im Internet heraus. Viele Frauen berichten dort über ihr Auto und so können Sie erste Informationen sammeln.
- Haben Sie das Modell ausgesucht, machen Sie sich Gedanken über die Motorisierung. Es ist ein beliebtes Männergerücht, dass Frauen nicht einmal wissen, wo im Auto der Motor steckt. Vielleicht können Sie dieses Vorurteil sogar zu Ihrem Vorteil nutzen und dem Verkäufer ein paar Informationen entlocken, wenn Sie sich später erst einmal besonders ahnungslos geben.
- Interessant vor dem Kauf ist auch, wie hoch Steuern und Versicherung für Ihr Auto sein werden. Hier sind Frauen klar im Vorteil. Viele Versicherungen bieten für Frauen besonders günstige Tarife an. Es heißt zwar immer, dass Frauen mehr Unfälle verursachen, aber die Versicherungen wissen dennoch zu schätzen, dass es sich dabei fast immer um Bagatellschäden handelt.
- Bei einem Gebrauchtwagen lohnt sich ein Blick auf die Pannenstatistik und Testberichte. So wissen Sie schon vorher, wo die Schwachstellen des Autos liegen und können gezielt nach durchgeführten Reparaturen fragen oder die Fehler suchen. Der Verkäufer wird sie Ihnen freiwillig sowieso nicht zeigen.
Frauen wissen, was sie wollen
- Für einige Minuten ist es zwar ganz amüsant, einen hochmütigen Verkäufer an der Nase herumzuführen, aber Sie haben auch keine Zeit zu verschwenden. Machen Sie beim Autokauf deutlich, dass Sie ernst genommen werden wollen.
- Lassen Sie sich nicht mit langatmigen Anpreisungen der Stoffmuster und der so unglaublich praktischen Schminkspiegel abspeisen. Viel wichtiger ist die Höhe der Ladekante und die übersichtliche Anordnung der Instrumente. Bei Gebrauchtwagen bestehen Sie auf einem Nachweis der durchgeführten Inspektionen und Reparaturen.
- Probieren Sie aus, wie gut der Überblick vom Fahrersitz aus ist. Die angesagte Lackfarbe nützt Ihnen wenig, wenn Sie von innen nicht einmal Anfang und Ende Ihres Autos sehen können. Frauen sind meist etwas kleiner als Männer und deswegen ist es wichtig, dass Sie den Fahrersitz auf die für Sie beste Höhe einstellen können.
- Auf eine Probefahrt sollten Sie auf keinen Fall verzichten. Wenn der Autoverkäufer unbedingt mitfahren will, kann er das auf dem Beifahrersitz tun. Besteht er darauf, der Fahrer zu sein, weil er Frauen nicht zutraut, das Auto zu fahren, verzichten Sie auf das Geschäft. Es findet sich sicherlich irgendwann ein männlicher Käufer, dem er seinen wertvollsten Besitz dann anvertrauen kann.
- Geht es um den Kaufpreis, verhandeln Sie in aller Härte. Frauen haben vielleicht mehr soziale Kompetenz als Männer und sind deswegen oft höflicher, aber sie haben dennoch nichts zu verschenken. Versuchen Sie also, nett aber bestimmt, den Preis zu drücken. Das ist nicht nur bei Gebrauchtwagen möglich, auch ein neues Auto ist immer für einen Rabatt gut.
Viel Spaß mit Ihrem neuen Auto.