Auswendig lernen - Tipps & Tricks

Karteikarten sind ein beliebtes Mittel, das beim Auswendig lernen helfen kann. Karteikarten sind ein beliebtes Mittel, das beim Auswendig lernen helfen kann.
Ob in der Schule, an der Uni, für die Goldene Hochzeit der Eltern – auswendig lernen begleitet einen das ganze Leben hindurch. Vielen fällt es nicht leicht, sich Gedichte, Formeln oder Vokabeln zu merken. Und manche gehen davon aus, dass sie es gar nicht können. Und langweilig scheint es ohnehin zu sein. Dass alldem Abhilfe geschaffen werden kann, wissen nur wenige. Jeder kann auswendig lernen und es ist möglich, die ganz persönliche Art auswendig zu lernen zu erlernen und dabei auch noch ein wenig Spaß zu haben. Mit ein paar Tipps & Tricks geht´s ganz einfach.
Ulrike Fritz
14.07.2010 Ulrike Fritz
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • Die Unterlagen, die Sie auswendig lernen müssen
  • Schreibblock und einen Stift, mit dem Sie gut schreiben können
  • evtl. Karteikarten
  • Einen Bekannten oder Freund, der Sie ggf. abfragt

Es gibt viele verschiedene Techniken und Tipps & Tricks, etwas auswendig zu lernen und nicht jede Technik oder jeder Trick passt auch zu jeder Person. Um herauszufinden, welche Art auswendig zu lernen für Sie die beste ist, sollten Sie sie alle einmal ausprobieren.

  • Die klassische Variante des Auswendig lernens ist die des Vokabelhefts. Sie eignet sich nur, wenn man Formeln oder Vokabeln, also keinen zusammenhängenden Text lernen muss. Viele Menschen gehen davon aus, dass, wenn sie die Vokabeln einmal säuberlich in Schönschrift ins Vorkabelheft geschrieben haben, sie sich diese dann auch sofort merken. Das ist aber bei den wenigsten der Fall. Und auch ein Gedicht oder ein fließender Text lassen sich nur in den seltensten Fällen nach einem einmaligen Lesen fehlerfrei aufsagen. Wenn Sie sich entscheiden, Ihre Vokabeln oder Formeln in ein Vokabelbuch zu schreiben, sollten Sie sich bewusst sein, dass die Arbeit damit nicht getan ist. Das erste Aufschreiben hilft zwar beim Einprägen, reicht aber nicht aus. Man muss eine weitere Methode daran hängen. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, weiter zu machen. Müssen Sie einen Text oder ein Gedicht auswendig lernen, dann können Sie zwischen den gleichen Optionen wählen.
  • Wer gerne in seiner Freizeit liest, der kann sich die Vokabeln bewusst mehrmals durchlesen und die Übersetzungen nach einigen Malen einfach zudecken und sich selbst überprüfen. Hier werden Sie schnell merken, welche Vokabeln oder Formeln Sie bereits beherrschen und welche weniger. Legen Sie die Vokabeln zwischendurch einmal weg, damit sich das Gelernte setzen kann. Bei einem Text oder Gedicht verfahren Sie genauso, nur, dass Sie eben den Text oder das Gedicht komplett oder in Abschnitten immer wieder lesen. Einigen hilft es auch, Vokabeln oder Text laut vorzulesen. Sie können auch kleine Post-Ist in der Wohnung verteilen und im Alltag im Vorbeigehen die Vokabeln oder Auszüge lesen und sich überprüfen.
  • Wenn Sie gerne schreiben, dann können Sie Vokabeln und Co. auch einfach mehrmals aufschreiben zum Auswendig lernen. Zur Selbstkontrolle schreiben Sie sich ihre Formeln/Vokabeln in falscher Reihenfolge auf ein Blatt und fertigen nach dem Lernen oder am nächsten Tag die Übersetzungen dazu an. Ähnlich verfahren Sie bei Gedichten/Texten; beides sollten Sie aber nicht in anderer Reihenfolge überprüfen, da es sich um zusammenhängende Elemente handelt.
  • Karteikarten sind ein beliebtes Mittel, das helfen soll, auswendig zu lernen. Hierzu schreiben Sie auf jede Karteikarte eine Vokabel und auf die Rückseite die Übersetzung. Prüfen können Sie sich selbst, indem Sie die Vorderseite lesen und überlegen, wie die Übersetzung lautet. Von Vorteil ist bei dieser Technik, dass Sie recht schnell eine neue Reihenfolge bestimmen und sich prüfen können, ohne, dass Sie durch erneutes Aufschreiben viel Zeit verlieren. Für Fließtexte und Gedichte eignen sich Karteikarten nur bedingt, Sie können den Beginn eines Satzes/Verses auf die Vorderseite schreiben und auf die Rückseite den Satz/Vers fortführen.
  • Manche Menschen merken sich Dinge auch über Eselsbrücken. Entweder kann man einen Reim mit dem zu merkenden Wort dichten oder einen persönlichen Zusammenhang finden z.B. in Form von Kindheitserinnerungen. Sie werden an lustige Zeiten erinnert und können  beim Lernen vielleicht sogar ein wenig schmunzeln.
  • Ein weiterer Trick ist auch das Ausdenken einer Geschichte oder in Gedanken einen Weg abzugehen. Bei beidem flechten Sie die zu merkenden Begriffe in die Handlung ein oder verteilen bzw.  sammeln sie auf dem Weg, den Sie in Gedanken abgehen. Diese Methode macht wahrscheinlich am meisten Spaß, ist aber auch die anspruchsvollste. Und auch sie ist zum Auswendig lernen eines Fließtextes weniger geeignet, da es zu lange dauert, sich die Geschichte im Kopf wieder hervorzurufen und sie in den Text, den es aufzusagen gilt, oder in das Gedicht, das Sie vortragen müssen, umzuwandeln.
  • Alle Methoden erlauben es, dass Sie sich von einem Partner/Freund abfragen lassen. Das kann unter Umständen sehr viel Spaß und den monotonen Vorgang des Auswendiglernens ein wenig erträglicher machen.
  • Sie sollten sich, wenn möglich, genug Zeit nehmen, um auswendig zu lernen, idealerweise mehrere Tage, dann können sich die Begriffe oder Texte im Langzeitgedächtnis festigen.
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