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Australische Wüstenbiene - Wissenswertes über dieses Tier

Spricht man von stachellosen Bienen, so widmet man sich in etwa 370 Bienenarten, die tatsächlich ein Leben ohne Stachel führen. Exakt 14 Arten davon bezeichnet man als Australische Wüstenbienen. Optisch betrachtet gleichen diese sehr seltenen Bienenarten jedoch nicht der heimischen Honigbiene, sondern eher den Hummeln.

Die Wüstenbiene lebt in extremer Hitze.
Die Wüstenbiene lebt in extremer Hitze.

Australische Wildbienen im Kampf gegen Extremtemperaturen

  • In den australischen Wüstenregionen, die mit rund 1.560.000 Quadratkilometern im Gesamten mitunter zu den größten Wüstengebieten weltweit gezählt werden, sind Temperaturen von 40 Grad Celsius keine Seltenheit. Die durchschnittliche Tagestemperatur der Great Sandy Desert an der australischen Westküste beispielsweise wird auf 35 Grad Celsius beziffert. 
  • Wer hier leben möchte, braucht zweifellos eine effiziente Strategie, um den Extremtemperaturen der Wüsten des kleinsten Kontinents der Erde trotzen zu können. Eine solche Überlebensstrategie besitzen die wenigsten Arten unter den Tieren, doch es gibt eine Insektenart, die diesen Lebensraum zu ihrem gemacht hat. Man nennt sie die Australische Wüstenbiene, die man wiederum in 14 stachellose Bienenarten untergliedert.
  • Scheinbar von den australischen Wüstenpflanzen abgeschaut, haben die Australischen Wüstenbienen eine taktisch ausgeklügelte Methode entwickelt, durch die sich diese kleine Insektenart trotz dieser enormen Tagestemperaturen erfolgreich fortpflanzen kann.
  • Ausschlaggebend hierfür sind die Larven dieser 14 Bienenarten, die auf den heißen Wüstenboden abgelegt werden, jedoch niemals bei Sonne ausschlüpfen werden. Erst wenn der Regen einbricht, beginnen die Larven zu schlüpfen. Nur so kann verhindert werden, dass die frisch geschlüpften Larven unter der brennenden Sonne sofort nach dem Schlüpfen der Hitze zum Opfer fallen.

Von der Zucht der Wüstenbiene ist dringend abzuraten

  • Die 14 Arten der Australischen Wüstenbiene sind allesamt sehr viel kleiner als die bekannte Honigbiene. Von ihrer Größe aus betrachtet, sind sie in etwa mit kleineren Hausfliegen zu vergleichen. Darüber hinaus sind Wüstenbienen fast komplett schwarz und stark behaart und ähneln somit eher den heimischen Hummeln. Ungefährlich für den Menschen werden diese Bienen jedoch erst dadurch, dass sie im Gegensatz zur gewöhnlichen Honigbiene stachellos sind.
  • Als Haustiere erweisen sie sich dennoch als absolut ungeeignet, was insbesondere an den kühlen Temperaturen in Deutschland sowie den sehr schwierigen Haltungsbedingungen der Tiere liegt.
  • Liegt es in Ihrer Absicht, mit der Honigproduktion erfolgreich zu sein, ist ebenso von der Australischen Wüstenbiene abzuraten, da diese Bienenart zwar Honig produziert, jedoch in der erwirtschafteten Menge an Honig weitaus unter der der heimischen Honigbiene liegt.
  • Die Chancen für eine erfolgreiche Zucht liegen beim Laien gewissermaßen bei null. 
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