Der Förster streift nicht den ganzen Tag durch den Silberwald und lebt auch nicht zwangsläufig in einem romantischen Forsthaus. Für Menschen, die den Wald lieben, bietet sich eine Tätigkeit im Forstbereich dennoch an. Eine Berufsausbildung, die auf direktem Weg zum Förster führt, gibt es nicht, wohl aber könnte es über eine Ausbildung zum Forstwirt klappen.
- 03.02.2012 Anna Adamsberg
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Der Beruf des Försters
Förster ist nicht gleich Förster, das lernt schnell, wer sich für diesen Beruf interessiert.
- Eine Berufsausbildung mit dem Abschluss "Förster" gibt es nicht und auch die Berufsbezeichnung existiert offiziell nicht mehr, die Förster in den staatlichen Forstbetrieben heißen heute Revierleiter, für die meisten Menschen sind sie aber immer noch Förster und viele dehnen den Begriff aus, auf alle, deren Berufstätigkeit mit dem Wald zu tun hat.
- Wer Revierleiter in einem staatlichen Wald werden möchte, muss in aller Regel jedoch das Abitur und ein Studium, beispielsweise zum Forstingenieur an einer Fachhochschule oder ein Studium der Forstwissenschaften an einer Universität absolvieren. An das Studium schließt sich dann noch eine staatliche Ausbildung für den gehobenen oder höheren Dienst an.
- Auch Kommunen, die im Besitz von Wäldern sind oder private Waldbesitzer erwarten im Allgemeinen ein Studium von ihren Förstern, es ist jedoch möglich, dass dort mitunter auch ein Forstwirtschaftsmeister oder Forsttechniker als Förster eingesetzt wird. Zu beiden Berufen führt der Weg über die Ausbildung zum Forstwirt.
Die Ausbildung zum Forstwirt
- Forstwirte heißen heute jene, die früher Waldarbeiter oder Waldfacharbeiter hießen. Sie führen die praktischen Arbeiten durch, während die Revierleiter die Aufsicht über den Wald haben. Obwohl technische Geräte mittlerweile die Arbeit erleichtern, erfordert sie immer noch körperliche Anstrengung.
- Die Tätigkeit ist jedoch vielseitiger geworden, da heute beispielsweise dem Naturschutz eine größere Bedeutung zukommt, auch gibt es die Möglichkeit Zusatzqualifikationen zu erwerben, die zu Sonderaufgaben befähigen. Ausbildungsplätze für die dreijährige Ausbildung bieten staatliche, kommunale oder private Waldbesitzer. Voraussetzung ist im Allgemeinen ein Hauptschulabschluss.
- Wenn Sie einen Ausbildungsplatz zum Forstwirt suchen, informieren Sie sich, wer in Ihrem Bundesland die Ausbildung anbietet. Informationen über staatliche Ausbildungsplätze bekommen Sie teilweise über die Internetseiten der Landwirtschaftsministerien. So informiert beispielsweise das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg über das Förster-Berufsbild und in einem weiterführenden Link auch über Ansprechpartner. Über Ausbildungsplätze im kommunalen Bereich können Sie sich beispielsweise bei der Stadtverwaltung oder bei den Landratsämtern erkundigen, aber auch die Arbeitsagenturen helfen Ihnen bei der Suche nach Ausbildungsplätzen weiter.
- Wollen Sie sich für einen Ausbildungsplatz bewerben, ist es sinnvoll, vorher ein Praktikum zu absolvieren, damit Sie eine Vorstellung davon haben, ob Sie sich der teilweise anstrengenden Arbeit im Freien bei jedem Wetter gewachsen fühlen. Ein Praktikum hat auch den Vorteil, dass Sie sich bei der späteren Bewerbung darauf berufen können und vielleicht ermöglicht es Ihnen sogar eine Ausbildung im gleichen Betrieb.
- Nach der Ausbildung zum Forstwirt können Sie sich zum Forsttechniker weiterbilden oder Ihren Meister machen, in diesem Fall sind Sie dann Forstwirtschaftsmeister. In manchen privaten und kommunalen Forstbetrieben und teilweise wohl auch in einzelnen Bundesländern, ist es möglich, mit diesen Weiterbildungen als Förster ein Forstrevier zu leiten.
Auch über die berufliche Ausbildung führt also ein Weg zum Förster.