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Aus Zink eine Dachrinne anbringen - so klappt's

Aufgrund ihres günstigen Preises wird auch in unseren Tagen gern noch Zink-Dachrinne verbaut. Mit einem überschaubaren Pflegeaufwand kann auch bei ihr von einer Lebensdauer von ca. 30 Jahren ausgegangen werden. Die Montage unterscheidet sich kaum von der anderer Systeme.

Oft haben alte Häuser Zink-Dachrinnen.
Oft haben alte Häuser Zink-Dachrinnen.

Was Sie benötigen:

  • starken Lötkolben
  • Lötzinn
  • verdünnte Salzsäure
  • säurefesten Pinsel
  • Waschlappen
  • Rinnenhaken
  • Holzschrauben für die Rinnenhaken
  • Richtschnur
  • Wasserwaage
  • Gripzange

So kommt die neue Zink-Dachrinne ans Dach

Zinkdachrinnen gibt es in verschiedenen Breiten. Sie werden in "X-teilig" angegeben. Diese Bezeichnung gibt nur an, in wie viele Teile eine ganze Blechplatte zerschnitten worden ist. Lassen Sie sich beraten, welche Größe für die vorhandene Dachfläche ausreicht. Kaufen Sie dazu passende Rinnenhaken. Die Zahl wird sich in den meisten Fällen nach der Zahl der Sparren richten, an die die Haken geschraubt werden sollen. Liegen die Haken aber unter der letzten Dachziegelreihe, kalkulieren Sie einen Abstand von ca.1,20 m.

  1. Als Erstes müssen Sie die Rinnenhaken anbringen, wenn alte nicht wiederverwendbar sind. Dazu montieren Sie den ersten und den letzten Haken zuerst. Damit legen Sie nämlich das Gefälle der Dachrinne fest, es sollte bei etwa 4% liegen.
  2. Spannen Sie deshalb eine Richtschnur zwischen beide Haken und positionieren Sie den Haken am Fallrohr mithilfe der Wasserwaage oder Laserwaage. Alle dazwischenliegenden Haken müssen nun vor dem Befestigen an der Richtschnur eingepegelt werden.
  3. Möglichst lange Einzelteile bei der Zink-Dachrinne ersparen viele Lötstellen. 2 m - Teile sollten Sie also bevorzugen. Die Formteile werden am Boden vorgefertigt, bzw. angelötet, ebenso können auch zwei lange Rinnenteile am Boden schon verbunden werden.
  4. Stecken Sie die Rinnenteile erst mit der eingerollten Kante ca. 4 cm zusammen und schwenken Sie dann beide Teile so um diese Achse, dass sie in die gleiche Lage kommen und die abgekantete Seite übereinanderliegt. Zum Löten reinigen Sie die beiden Lötstellen innen und außen mit der Salzsäure, die mit dem Pinsel dünn auf das Zink aufgetragen wird.
  5. Ziehen Sie die Teile mit einer Klammer oder Gripzange fest zusammen und beginnen das Löten. Ein Lötkolben unter 300 W ist nicht gut geeignet dafür. Ziehen Sie den Lötkolben langsam unter Zusatz von Zinn an der Naht entlang. Die eingerollte Stelle muss nicht vollständig verlötet werden.
  6. Waschen Sie die Lötstellen mit einem nassen Lappen ab und bringen Sie die Dachrinne in Position. Lassen Sie sie einige Zentimeter über die Dachkante hinausstehen und biegen Sie die Blechstreifen an den Haken über den Rinnenrand. 
  7. Jetzt können Sie alle Teile auf die Haken montieren und anschließend alle noch nötigen Lötstellen abarbeiten. Vergessen Sie nicht, den Einlauftrichter für das Fallrohr an der vorgesehenen Stelle einzubauen. Das Fallrohr selbst muss nicht verlötet werden, sondern wird nur zusammengesteckt.
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