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Aus was besteht Pech? - Wissenswertes zu Herstellung und Verwendung

Besonders aus Filmen oder Büchern, die im Mittelalter spielen, ist Pech vielen Personen bekannt. Doch aus was besteht der Stoff eigentlich und wofür wird er verwendet?

Pech war und ist vielseitig einsetzbar.
Pech war und ist vielseitig einsetzbar.

Herstellung: Daraus besteht der Stoff

  • Pech besteht - anders als viele Menschen gerne denken - nicht aus einem Gemisch verschiedener Stoffe.
  • Die Masse kommt zustande, indem beispielsweise Baumharze oder auch Erdöl stark erhitzt und zum Sieden gebracht werden, um diese zu destillieren.
  • Der Stoff, der nach dem Flüssigkeitsverlust übrig bleibt, wird dann Pech genannt. Dieses besteht also aus Erdöl oder Baumharzen, die durch spezielles Erhitzen vom Wasser befreit wurden.
  • Der stark zähflüssige Destillationsrückstand muss übrigens nicht immer nur eine schwarze Färbung aufweisen. Ebenso sind beispielsweise braune oder weiße Tönungen möglich.

Wozu Pech gebraucht wird

Pech ist bereits seit vielen Jahrtausenden bekannt und wurde seither von verschiedenen Kulturen verwendet.

  • Mit dem Stoff bearbeitete man beispielsweise Schiffe, um diese abzudichten und somit ein Eindringen des Wassers zu vermeiden.
  • Ebenfalls wurden Fässer mit dem Material bestrichen, damit weder Flüssigkeit heraus noch hereindringen konnte.
  • Insgesamt galt der zähflüssige Destillationsrückstand als gutes Klebemittel und wurde hier in verschiedenen Bereichen verwendet, wann immer etwas kaputt ging.
  • Auch als Brennmaterial nahm man den Stoff und tauchte beispielsweise Fackelköpfe oder Brandpfeile in die Masse.
  • Bei der Belagerung einer mittelalterlichen Burg war das Naturprodukt zudem gut, um die Feinde abzuwehren. Heißes Pech gossen die Belagerten über den Gegnern aus und konnten so für unschöne Verbrennungen sorgen.
  • Doch ebenso setzten unsere Vorfahren das Material im medizinischen Bereich ein und nahmen es zur Herstellung von heilenden Umschlägen oder Pflastern.
  • Auch heutzutage wird der Stoff noch immer vielseitig verwendet, beispielsweise beim Polieren, zur Isolation oder als Bindemittel.
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