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Aus was besteht Absinth?

Absinth wird auch als Wermutspirituose bezeichnet. Dieses alkoholische Getränk wird aus Wermut, Fenchel und Anis hergestellt, zumindest nach traditioneller Rezeptur. Aus was sonst Absinth noch besteht, ist je nach Hersteller unterschiedlich. Die Zusammenstellung der Kräuter variiert je nach Rezeptur schon sehr. Die meisten Absinthgetränke sind grün, weswegen die Spirituose auch "grüne Fee" genannt wird.

Meist ist Absinth leuchtend grün, muss es aber nicht sein.
Meist ist Absinth leuchtend grün, muss es aber nicht sein.

Die Inhaltsstoffe von Absinth

Absinth enthält mit etwa 45 bis 85 Volumenprozent relativ viel Alkohol. Er rangiert also in der oberen Liga der Alkoholika. Es gibt ihn sogar mit einem Alkoholgehalt von bis zu neunzig Prozent. Deswegen wird Absinth gerne verdünnt getrunken.

  • Der historische Absinth enthielt oft schlechte Alkohole. Deswegen wirkte er sich oft erheblich beinträchtigend auf die Gesundheit aus. Der heute in Europa erhältliche Absinth besteht aus weniger gefährlichen Stoffen. Verwendet werden Kräuter, die bitter schmecken. Besonders dem Wermut ist der bittere Geschmack zu verdanken, der charakteristisch für Absinth ist. Doch muss Absinth nicht immer bitter schmecken. 
  • Wermut, Anis und Fenchel sind die Baiszutaten. Sie machen den charakteristischen Geschmack von Anis aus. In Frankreich und in der Schweiz enthält "die grüne Fee" außerdem noch Zitronenmelisse und Ysop. Je nach Rezeptur wird noch Kalmus, Angelika, Origanum, Koriander, Muskat und Wacholer beigesetzt.
  • Das Grün verdankt das Getränk dem Chlorophyll, das aus dem Wermut (pontinischer Wermut), der Melisse, der Minze und dem Ysop stammen kann. Früher wurden dem Getränk Kupfersulfat, Anilingrün und andere Zusatzstoffe zugesetzt, um die grüne Farbe zu erzielen.  

Aus was Wermut besteht

Das ätherischn Öl, aus dem Wermut besteht, ist Thujon. Es wird für die Herstellung von Absinth verwendet. 

  • Als im 19. Jahrhundert in Frankreich Absinth sehr beliebt war, führte man den Schwindel, Halluzinationen, depressive Verstimmungen, sogar Krämpfe und schlimmstenfalls Blindheit auf Thujon zurück. Das Nervengift Thujon führt hochdosiert zu epileptischen Krampfanfällen und geistiger Verwirrtheit. 
  • Aus diesem Grund ist in der Europäischen Union der Gehalt an Thujon begrenzt worden. Fünf Milligramm beziehungsweise zehn Milligramm pro Kilogramm in Wermutsspirituosen sind zugelassen; je nach deren Alkoholgehalt variiert die zugelassene Menge. Allerdings ist das Wissen über die schädlliche Wirkung von Thujon nicht bis ins letzte Detail gesichert.
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