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Augenlid - die Funktion einfach erklärt

Ein Leben ohne Augenlider kann sich vermutlich niemand vorstellen. Man würde sich sehr schutzlos fühlen. Doch neben dem Schutz der Augen erfüllt das Augenlid auch noch andere Funktionen.

Das Augenlid erfüllt eine Schutzfunktion.
Das Augenlid erfüllt eine Schutzfunktion.

Die Funktionen des Augenlides

Das obere und untere Augenlid bedecken in geschlossenem Zustand das Auge und begrenzen die Lidspalte, wenn sie geöffnet sind. An den Augenlidern sitzen die Wimpern, welche ebenfalls eine Funktion erfüllen.

  • Die Augenlider können sowohl willkürlich als auch reflektorisch geschlossen werden. Willkürlich schließen wir sie beispielsweise zum Schlafen, damit keine Sinneseindrücke und kein Licht unsere Ruhe stören.
  • Die Augenlider schließen sich reflektorisch, wenn etwas die Wimpern berührt oder auf die Augen zugeflogen kommt. Dies ist eine Schutzfunktion, die verhindern soll, dass Fremdkörper in die Augen gelangen.
  • Wir kneifen die Augenlider auch automatisch zusammen, wenn wir grellem Licht ausgesetzt sind, um die Augen vor der Helligkeit zu schützen.
  • Alle paar Sekunden erfolgt ein kurzer reflektorischer Lidschluss. Dies geschieht, um Tränenflüssigkeit auf dem Auge zu verteilen, denn sonst würde die Hornhaut austrocknen.
  • Die Wimpern schließlich schützen das Auge vor Fremdkörpern, vor Staub und vor Sonneneinstrahlung. Sie sind außerdem am reflektorischen Lidschluss beteiligt.

Funktionsstörungen des Lids und die Folgen

Wenn der Lidschluss nicht mehr einwandfrei funktioniert, kann dies unangenehme Folgen haben.

  • Wenn ein Auge nicht vollständig geschlossen werden kann, spricht man von einem Lagophthalmus, einem Hasenauge. Das Hasenauge kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel eine Lähmung oder Parese, eine Narbe oder ein Exophthalmus, also das Heraustreten des Auges aus der Augenhöhle. Das größte Problem bei einem Lagophthalmus ist die Tatsache, dass die Tränenflüssigkeit nicht mehr über das ganze Auge verteilt werden kann. Dadurch trocknet die Hornhaut aus und es kann zu Geschwüren und später sogar zum Erblinden kommen.
  • Ebenfalls die Hornhaut reizt das Ektropium, die Auswärtskehrung des Augenlids, und das Entropium, die Einwärtskehrung.
  • Wenn Funktionsstörungen der Tränendrüse vorliegen, führt dies ebenfalls zu einer Austrocknung der Hornhaut, da die Augenlider nicht genügend Tränenflüssigkeit bekommen, um diese auf dem Auge zu verteilen.
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