- 17.06.2011 Evelyn Dreier
- Spiegel
Den Spruch "Ich schau dir in die Augen und weiß, was du fühlst" gibt es schon lange. Und wenn Sie darüber nachdenken, so hat es doch viel Wahres. Die Augen sind der "Spiegel zu Seele". Schon allein deshalb ist es wichtig, dass Sie bei dem Zeichnen von Augen darauf achten, dass diese realistisch gezeichnet werden. Dies gelingt in ein paar wenigen Schritten und mit einiger Übung ganz von selbst.
Die Grundform der Augen
- Die Gesamtform des Auges ist ellipsenförmig. Die Pupille selbst ist rund. Nehmen Sie sich den Spiegel zur Hand und betrachten Sie Ihr Auge von vorn. Die Augenlieder sind nicht symmetrisch, sondern laufen zum äußeren Augenrand spitz zu und zum Inneren schließen diese leicht rund ab.
- Beim Zeichnen müssen Sie beachten, das der Augenabstand so groß sein muss, das noch ein Auge dazwischen passen würde.
- Als Hilfestellung können Sie eine Gerade vom äußeren zum inneren Augenrand ziehen. Der obere Teil des Auges muss größer und runder gezeichnet werden, als der Untere.
Das Zeichnen kann beginnen
- Beginnen Sie mit der Hilfslinie. Markieren Sie sich je nach Größe des zu zeichnenden Auges zwei Punkte und verbinden diese durch eine Gerade. Nun zeichnen Sie einen größeren Bogen oberhalb. Beginnen Sie mit einem circa 30 Grad Winkel übergehend in einen Bogen und enden Sie in einem circa 45 Grad Winkel im inneren Augenrand.
- Nun zeichnen Sie wieder beginnend am äußeren Augenrand in einem ca. 30 Grad Winkel und verlaufen dann in einem eher flachen Bogen zum inneren Augenrand, so das dort ein kleiner Bogen entsteht. Dieser ist gleichzeitig ein Hilfspunkt für die Schleimhaut, die im inneren Augenwinkel zu sehen ist.
- Nachdem Sie die Augenform nun vor sich haben, zeichnen Sie die Iris. Je nach Blickrichtung kann diese sich im gesamten Augenbereich befinden. Am Einfachsten lässt sich das Zeichnen üben, wenn Sie die Iris mittig im Augen platzieren. Dazu zeichnen Sie einen runden Kreis. Wenn Sie nun das Auge im Spiegel betrachten, werden Sie feststellen, das der obere Teil des Kreises vom oberen Augenlied bedeckt wird. Beginnen Sie mit dem Zeichnen am oberen Augenlid und ziehen den Kreis so, das dieser am unteren Augenlid aufliegt und am Oberen übersteht.
- Nun zeichnen Sie die Pupille. Diese liegt mittig der Iris und wird durch einen Kreis dargestellt. Zur plastischen Darstellung malen Sie die Pupille vollständig, bis auf einen kleinen Punkt am oberen rechten oder linken Rand, schwarz aus.
- Nun fehlen noch die Falten des Augenlides. Die untere Falten beginnt im inneren Augenwinkel und liegt ca. zwei bis 3 Millimeter parallel unter dem Auge. Ziehen Sie den Strich für die Falte bis zur Mitte. Die obere Augenfalte befindet sich über dem Auge im gleichen Abstand wie die Untere, wird aber durchgehend gezeichnet.
- Am Ende zeichnen Sie noch die Wimpern. Die können Sie ganz individuell gestalten. Betrachten Sie hierzu Ihr Auge im Spielgel.
Die Feinheiten der Augen zeichnen
Nachdem das Auge an sich nun gezeichnet wurde, fehlen noch entscheidende Details.
- Die Augenhöhle wird dunkel schattiert. Sie können sich beim Zeichnen an dem inneren und äußeren Augen orientieren. Ausgehend von der unteren Augenlinie zeichnen Sie die Linien nach oben circa einen Zentimeter weiter und verbinden diese beiden Punkte dann in der gleichen Rundung, wie das obere Augenlid. Nun schraffieren Sie entstandene Fläche leicht.
- Am oberen Rand der Augenhöhle sitzen die Augenbrauen. Die können Sie nun wieder individuell gestalten. Die Augenbrauen lassen sich leicht strukturieren, wenn Sie diese in Richtung der Haare mit einem dickeren Stift zeichnen.
- Um das ganze abzuschließen können Sie die Konturen noch verstärken. Hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Wenn Sie beim Üben statt einem schwarzen Stift einen roten oder grünen verwenden, sieht man die Hilfslinien beim späteren Nachzeichnen mit schwarzem Stift nicht mehr.