Alle Kategorien
Suche

Aufgeklärte Monarchen - Übersicht

Im 17. und 18. Jahrhundert brachen sich die Gedanken der Aufklärung ihre Bahn. Die Vernunft avancierte dabei zum Maßstab allen Denkens und Handelns. Aufgeklärte Monarchen wie Friedrich der Große oder Joseph II. von Österreich verschrieben sich der Geisteshaltung.

Schönbrunn - Ausgang der Aufkärung in der KuK-Monarchie
Schönbrunn - Ausgang der Aufkärung in der KuK-Monarchie

Mit dem Begriff der Aufklärung verbindet man vor allem den Philosophen Immanuel Kant, der mit seinem Werk die "Kritik der reinen Vernunft", eine Philosophie der Moderne begründete. Auch aufgeklärte Monarchen im 18. Jahrhundert konnten sich den neuen Ideen nicht entziehen und verwendeten sie für ihren Regierungsstil. Sie sahen sich den Aufgaben der Staatsführung verpflichtet und lehnten die Ideen des Absolutismus ab.

Aufgeklärte Könige - erste Diener des Staates

  • Der wahrscheinlich bekannteste unten den aufgeklärten Monarchen ist der preußische König Friedrich II, bekannter unter seinem Namen: Friedrich der Große oder der alte Fritz.
  • Friedrich sah sich als der erste Diener des Staates und reformierte Preußen grundlegend. So begründete er den preußischen Beamtenstaat und errichtete ein stehendes Heer.
  • Der preußische König, der seit 1740 regierte, gilt als Hauptvertreter des aufgeklärten Absolutismus. Friedrich stellte sich als Herrscher in den Dienst des Staates. Kennzeichen seiner Herrschaft war, das er sich pflichtbewusst für die Belange seiner Untertanen einsetzte.   

Berühmte Monarchen im Zeitalter der Aufklärung

  • Auch ein österreichischer Kaiser verschrieb sich im 18. Jahrhundert den Ideen der Aufklärung. Joseph II., Sohn der berühmten Kaiserin Maria Theresia, regierte ab 1765 und begründete den sogenannten Josephinismus.
  • Joseph II. gilt neben Friedrich dem Großen als bedeutendster Vertreter des aufgeklärten Absolutismus. Aufgrund seiner zahlreichen Reformen schuf er einen zentral regierten Verwaltungsstaat in Österreich.
  • Joseph eckte durch seinen Reformeifer allerdings auch bei seinen Untertanen an, die seine gesellschaftlichen Veränderungen häufig nicht mittragen wollten.
  • Auch in Russland konnten die Ideen der Aufklärung gedeihen. So ist auch Katharina die Große eine aufgeklärte Monarchin gewesen, die durch ihre gesellschaftlichen Reformen den russischen Staat reformierte.

Teilen: