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Aufbau vom Dieselmotor einfach erklärt

Aufbau vom Dieselmotor einfach erklärt1:41
Video von Samuel Klemke1:41

Robert Diesel erfand 1892 ein Verfahren, auf dessen Grundlage der Dieselmotor arbeitet. Der Aufbau eines solchen Motors ist vom Prinzip her seit dieser Zeit gleich geblieben, wobei sich natürlich die Details immer weiterentwickeln.

Nicolaus August Otto und Robert Diesel sind die beiden Erfinder der bis heute gebräuchlichen Otto- und Dieselmotoren. Sie ähneln sich sicherlich im grundsätzlichen Aufbau, haben aber verschiedene Verbrennungsverfahren und verschiedene Treibstoffe. Ottomotoren laufen mit Benzin und sind sogenannte Fremdzünder und der Dieselmotor läuft mit Diesel und ist ein Selbstzünder. Beide Motorarten und Treibstoffe werden natürlich ständig weiterentwickelt. Dieselmotoren laufen heutzutage nach einigen Umbauten sogar mit Pflanzenöl.

So funktioniert ein Dieselmotor

  • Das Prinzip dieses Verbrennungsverfahrens beruht darauf, dass nach dem Ansaugen von Luft im nächsten Takt nur diese verdichtet wird. In diese durch die Verdichtung erhitzte Luft (700 bis 900 °C) wird der Dieseltreibstoff eingespritzt. Dann kommt es zur Selbstzündung und dadurch zum Arbeitstakt dieses Motors.
  • Es entsteht also erst im Brennraum des Zylinders ein Kraftstoff-Luft-Gemisch und es sind keine Zündhilfen, wie die Zündkerzen beim Ottomotor, notwendig.
  • Der Dieselmotor hat durch die hohe Kompression auch einen sehr hohen Wirkungsgrad.

Der Aufbau des Dieselmotors

  • Dieselmotoren gibt es in der Hauptsache als Hubkolbenmotoren. Es werden Zwei- und Viertaktmotoren als Einzylinder und Mehrzylinder verwendet.
  • Der einfache Aufbau der Dieselmotoren ist im Prinzip immer gleich. Ein Motor besteht aus einem Motorblock, in dem sich der Kolben an einem Pleuel hin und her bewegt. Im Kurbelwellengehäuse befindet sich die Kurbelwelle, an der die anderen Enden der Pleuel befestigt sind. Hier wird die Hin- und Herbewegung der Kolben in eine drehende Bewegung umgewandelt. Den Abschluss bildet hier die Ölwanne. Den oberen Abschluss des Motors bildet der Zylinderkopf mit den Aus- und Einlassventilen, die mit einem Zylinderdeckel abgedeckt sind. Die Ventile werden durch eine Nockenwelle gesteuert. Diese kann oben oder unten liegen.
  • Damit der Dieselmotor funktioniert, braucht es noch die Einspritzanlage, die am Motor angebaut ist. Über eine Förderpumpe wird der Treibstoff aus dem Tank in die Einspritzpumpe gebracht. Über die verschiedenen Antriebe im Steuerbereich des Motors (meist Zahnräder, Riemen oder Ketten) wird der Zeitpunkt des Einspritzens eingestellt. Kurz vor dem oberen Totpunkt des Kolbens wird Diesel von der Einspritzpumpe über die Einspritzdüse in den Zylinder gespritzt. Die Einspritzdüse ist meist im Zylinderkopf eingebaut, damit der Treibstoff direkt in den Brennraum mit der komprimierten Luft gelangt.
  • Ein zusätzliches Bauteil gibt es noch bei Turbodieselmotoren. Der Turbolader ist mit dem Auspuff gekoppelt und presst die notwendige Luft für die Verbrennung in den Zylinder. Das erhöht noch einmal die Kompression und damit die Leistung.
  • Zum Aufbau des Motors gehören weitere Anbausysteme, die für den Betrieb notwendig sind. Das sind zum Beispiel, die Wasserpumpe und ihr Zubehör für den Kühlkreislauf, die Motorölpumpe zur Schmierung, die Lichtmaschine zur Stromversorgung des Fahrzeuges, der Kompressor für die Druckluftversorgung und eventuelle Hydraulikanlagen für die Lenkung und andere Dinge.

Das ist der grundsätzliche Aufbau eines Dieselmotors, wobei im Detail aber immer weiterentwickelt wird, um beispielsweise den Verbrauch, den Abgasausstoß oder die Lautstärke zu verbessern.

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