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Aufbau mit Bodenplatte - Vor- und Nachteile der Methode

Wer etwas bauen möchte, kommt um den Aufbau eines Fundamentes nicht herum. Eine Bodenplatte ist nicht immer nötig. Ein Streifenfundament kann manchmal besser sein als eine falsch gebaute Bodenplatte.

Die Bodenplatte überträgt die Kraft gleichmäßig ins Erdreich.
Die Bodenplatte überträgt die Kraft gleichmäßig ins Erdreich.

Aufbau von Fundamenten

  • Wenn Sie einen Zaun oder einen Carport aufbauen, müssen nur einzelne Pfosten verankert werden. Dazu genügt ein Punktfundament. Sie graben in dem Fall einfach je Verankerungspunkt ein Loch von einer ausreichenden Tiefe, das mit Beton gefüllt wird. In diesem Beton wird das Bauwerk verankert. Auf ein solches Fundament können auch Balken aufgelegt werden, um ein kleines Gartenhäuschen zu tragen. Bei diesen Fundamenten wird das Gewicht der daran befestigten Konstruktion nur von wenigen Punkten getragen.
  • Wenn Sie ein schwereres Gebäude aufbauen wollen, würde diese Konstruktion nicht halten, Sie brauchen ein Streifenfundament, also unter jeder tragenden Mauer des Häuschens einen unterirdischen Streifen aus Beton. Das Gewicht wird in dem Fall über diese Fundamentstreifen getragen. Auf diese Streifen kann eine Bodenplatte aufgelegt werden. Diese trägt aber nicht das Gewicht des Gebäudes, sondern dient als Fußboden.
  • Größere Gebäude sollten Sie nur auf einer tragenden Bodenplatte errichten. In dem Fall wird das Gewicht des Bauwerks über die gesamte Fläche der Bodenplatte auf das Erdreich übertragen. Eine solche tragende Bodenplatte müssen Sie von einem Statiker berechnen lassen, denn es müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, damit diese Platte das Haus auch wirklich trägt. Die recht hohen Kosten sind der einzige Nachteil dieses Aufbaus.

Vorteile von tragenden Bodenplatten

  • Das Erdreich wird durch den Bau eines schweren Gebäudes komprimiert, das führt zu Verformungen im Untergrund. Die tragende Bodenplatte überträgt das Gewicht gleichmäßig. Dadurch sinkt das Gebäude überall gleich tief ins Erdreich. So entstehen keine Setzrisse.
  • Jeder Boden hat eine Eigenbewegung durch Wärme, Kälte und Nässe. Die stabile Bodenplatte schützt das Bauwerk vor diesen Verschiebungen, so kann es keine Spannungsrisse geben.

Damit die Bodenplatte diese Bedingungen erfüllt, muss sie nicht nur ausreichend dick sein. Es kommt auf die Zusammensetzung des Betons an und auf den Unterbau unter der Platte. Dort muss ein Frostkoffer angelegt sein und eine kapillar brechende Schicht, sonst könnte die ganze Platte anfangen, zu schwimmen. Diese Bauweise ist also aufwendiger und teurer, als ein Aufbau ohne diese Platte.

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