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Aufbau eines Lichtmikroskops - Schritt für Schritt erklärt

Manchmal reicht eine Lupe nicht, um Einzelheiten eines interessanten Gegenstandes zu erkennen. Man benötigt ein Lichtmikroskops, dessen Aufbau komplexer ist.

Manche Mikroskope haben unterschiedliche Objektive.
Manche Mikroskope haben unterschiedliche Objektive. © Paul-Georg Meister / Pixelio

Was Sie benötigen:

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  • und ein paar Grundkenntnisse in Physik

Lichtmikroskop - Aufbau Schritt für Schritt erklärt

Manche Gegenstände sind so winzig, dass selbst eine gute Lupe nicht ausreicht, um Einzelheiten zu erkennen. Hier liefert ein Lichtmikroskop die nötige Vergrößerung.

  • Jedes Mikroskop hat einen grundlegenden Aufbau, es besteht - im Gegensatz zur einfachen Lupe - aus mindestens 2 Linsen.
  • Die eine dieser beiden Linsen ist eine Sammellinse und befindet sich im sogenannten Objektiv. Das ist der Teil eines einfachen Lichtmikroskops, der dem Gegenstand zugewandt ist. Merkregel: An Objekt denken!
  • Die andere Linse, ebenfalls eine Sammellinse, befindet sich in dem oberen Teil des Lichtmikroskops, dem Okular, das dem Auge zugewandt ist. Merkregel: Auge heißt auf lateinisch "oculus".
  • Außerdem verfügt ein einfaches Mikroskop noch über einen Präparate- oder Objektivträger. Hier hinein kommt der Gegenstand, den man anschauen will und eine Lichtquelle, die meist über einen Spiegel das Objekt anstrahlt (direkt oder durchscheinend, je nach Präparat).
  • Komplizierte Mikroskope mit deutlich höheren Vergrößerungen haben weitere Linsen, die auch die Schärfe der Abbildung verbessern.
  • Manchmal lassen sich auch Objektive durch Drehen wechseln, sodass unterschiedliche Vergrößerungen erreicht werden können (siehe Foto zum Artikel).

Strahlengang eines Lichtmikroskops - so funktioniert die Vergrößerung

  • Die Linse im Objektiv hat eine sehr kleine Brennweite, oft nur wenige Millimeter. So ist es möglich, dass man sie dem zu betrachtenden Gegenstand sehr nahe bringt. Idealerweise liegt das Objekt in etwa der einfachen Brennweite dieser Sammellinse.
  • Diese Objektivlinse erzeugt ein vergrößertes Bild des Gegenstandes. Dieses Bild liegt im Rohr, auch Tubus genannt, des Lichtmikroskops. Von außen kann man es natürlich nicht sehen. 
  • Die Okularlinse wirkt als Lupe. Man betrachtet das vom Objektiv entworfene Zwischenbild durch diese zweite Linse des Lichtmikroskops wie mit einer Lupe.
  • So gesehen ist ein Mikroskop in seiner einfachsten Form eine Art erweiterte Lupe: Zunächst wird ein vergrößertes Bild vom Gegenstand entworfen und dieses Bild wird dann (noch einmal) vergrößert durch eine Lupe angesehen. 
  • Die Vergrößerung eines Lichtmikroskops ist dementsprechend auch das Produkt aus Objektiv- und Okularvergrößerung. Da lassen sich durch geschickten Aufbau selbst mit zwei einfachen (gut gewählten) Sammellinsen schon hundertfache Vergrößerungen erzeugen.
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