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Aufbau einer Reflexion - Wissenswertes für Schüler

Reflexionen sind ein Grundbestandteil des pädagogischen und des philosophischen Nachdenkens. Gerade der letztere Aspekt kann in der Schule oder dem Studium und für die Lerner somit eine bedeutsame Rolle einnehmen. Vor allem dann, wenn das Reflektieren schriftlich geschieht. Doch wie sollte sich eigentlich der Aufbau gestalten?

Bei manchen Aufgaben sind Regeln einzuhalten, um Müll zu vermeiden.
Bei manchen Aufgaben sind Regeln einzuhalten, um Müll zu vermeiden.

Reflektieren als Prozess des Nachdenkens

  • Der Begriff der Reflexion im philosophischen Sinne meint ein vertieftes Nachdenken über ein Thema oder einen Sachverhalt und sollte nicht mit Spiegel- oder Brechungseffekten aus der Physik verwechselt werden.
  • Weitere Themen können dabei auch innere Vorgänge, Gefühle oder Verhaltensweisen sein. Grundsätzlich kann alles erörtert werden, was erfahrbar ist.
  • Für transzendente Dinge, welche z. B. das Wesen an sich erfassen sollen, kann indes kein gezieltes Nachdenken in diesem Sinne stattfinden, sondern eher nur ein hypothetischer Diskurs.
  • Denn eine Reflexion wird in aller Regel unter den gängigen Wert- und Moralvorstellungen eingeordnet und dabei auf ein bestimmtes Thema in der Welt bezogen.
  • Ein solches Thema muss nun nicht nur bloß wiedergegeben, sondern auch analysiert und kritisch bewertet werden.
  • Die Bewertung ist also nicht neutral zu halten, sondern hat die Form einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema zu wahren. Diese individuelle Note macht dabei den Grundbestandteil des Reflektierprozesses aus.
  • Das bedeutet auch, dass die Arbeit nicht allgemein oder im Passiv, sondern in der Ich-Form gehalten werden sollte.

Der Aufbau schriftlicher Reflexionen

  • Der Aufbau von Reflexionen gliedert sich in der Regel in drei grobe Abschnitte und ist vergleichbar mit anderen Haus-, Schul- oder Studiumsarbeiten. Diese Abschnitte sollten dabei natürlich in Unterbereiche gegliedert werden, welche auf einzelne Aspekte genauer eingehen.
  • Zunächst steht eine Art Einleitung an. In dieser sollten Sie den Sachverhalt mit eigenen Worten wiedergeben und auch Bezug auf die Quelle oder das Ereignis sowie Rahmendaten über z. B. die Zeit, den Ort oder den Autoren geben.
  • Am Ende dieser Zusammenfassung sollte dabei bereits ein Auge auf das Problem geworfen werden, welches im Zuge des Reflektierens näher betrachtet wird. Dies sollte bereits mit dem eigenen Interesse und einer Begründung des Themas, sofern dieses selbst gewählt ist, verbunden werden.
  • Anschließend folgt die Analyse des Sachverhalts. Diese sollte nun mit den eigenen Erfahrungen und Überlegungen verknüpft werden, die möglicherweise im Vorfeld standen, beim Wahrnehmen des Themas entstanden und nun in der Nachbetrachtung noch stehen.
  • Gerade auch bei einem längeren Zeitraum, der zwischen dem Thema und der Reflexion liegt, kann an dieser Stelle auch bereits ein kleines Fazit in Form einer Einschätzung gezogen werden.
  • Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, dass Ihre Einschätzungen nicht aus der Luft gegriffen sind, sondern sich anhand Ihrer Erfahrungen und bezüglich des Themas auch halten lassen.
  • Denn gerade diese kritische Betrachtungs- und Herangehensweise aus Sicht der eigenen Erfahrungen und des eigenen Denkens führt erst zu der individuellen Note, die eine solche Arbeit haben sollte.
  • Als dritter Punkt steht schließlich die Zusammenfassung der bisherigen Ausführungen und möglicherweise ein Blick in die Zukunft an. Hier sollten die Fakten der bisherigen Arbeit also zunächst noch einmal grob aufgefasst werden.
  • Im Anschluss sollten Sie dazu Stellung nehmen, wie Sie vielleicht dadurch geprägt wurden, sich Ihr Denken änderte und welche Bedeutung dies für Ihr weiteres Handeln im Rahmen solcher Thematiken haben kann.
  • Zuletzt können natürlich Formalia, wie z. B. ein Inhaltsverzeichnis oder Deckblatt anfallen, um die Arbeit in einen allgemein vergleichbaren Aufbau zu setzen.
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