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Auf die Nerven, fertig, los! - Glücklich in einer Patchworkfamilie

Wenn zwei Familien aufeinander treffen, geht das nicht immer ohne Probleme und Reibereien. Wer macht was und wann hört wer auf wen in einer Patchworkfamilie? Kommt Ihnen das bereits bekannt vor oder überlegen Sie noch was genau hier auf Sie zu kommt?

Zeigen Sie Toleranz und Akzeptanz in einer Patchworkfamilie.
Zeigen Sie Toleranz und Akzeptanz in einer Patchworkfamilie.

In einer Patchworkfamilie die Liebe nicht vergessen

Sie beide haben sich gefunden und lieben gelernt. Sie beide akzeptieren die Kinder des Partners und dies ist ein gesunder Baustein für die Zukunft, denn jetzt heißt es, eine Familie zu werden. Dass Sie beide sich verstehen, ist selbstredend, sonst stünden Sie jetzt nicht da, wo Sie sind. Nun sollten sich aber auch Ihre Kinder und die des Partners miteinander verstehen und eben auch den neuen Partner akzeptieren. Da können schon einige Fragen auf Sie zu kommen, zum Beispiel: Wie bringen Sie die Kinder zusammen? Wer erzieht wen? Welche Regeln werden übernommen? Wer organisiert und plant? Und ganz nebenbei: vergessen Sie sich selbst und die Partnerschaft nicht! Anfangs sehen Sie das vielleicht noch gelassener, Sie sind verliebt. Doch wenn die Patchworkfamilie und vor allem die Partnerschaft langfristig bestehen soll, müssen Sie gemeinsam einiges regeln. Und eben auch solche Regeln aufstellen, damit Sie auch in einer Patchworkfamilie die Nerven nicht verlieren.

Regeln und Kompromisse für ein glückliches Miteinander

  1. Überlegen Sie welche Regeln es in den Familien gab und welche übernommen werden sollen bzw. können. Zum Beispiel die Höhe des Taschengeldes, wer ist für welche Hausarbeit zuständig und wann wird gegessen.
  2. Natürlich sollten auch manche Dinge vom jeweiligen Erziehungsberechtigten weiterhin übernommen werden, wie die Kontrolle der Hausaufgaben, zuhören usw.
  3. Planen Sie, abhängig vom Alter der Kinder, gemeinsame Freizeitaktivitäten. Geben Sie aber auch den Kindern die Gelegenheit, sich mit ihren leiblichen Eltern bzw. Elternteil allein zu beschäftigen.
  4. Behandeln Sie alle in der Patchworkfamilie gleich, damit sich keiner benachteiligt fühlt. Was für den Einen zählt, muss auch für den Anderen zählen.
  5. Vor allem kurz nach dem Zusammenziehen geben Sie jedem Mitglied Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Überfordern Sie niemanden und ändern Sie nicht gleich alles und von Heute auf Morgen.
  6. Machen Sie klar, dass Problem gemeinsam angesprochen werden und Lösungen ebenfalls zusammen gefunden werden müssen.
  7. Denken Sie auch beide daran, nicht den Nicht-Anwesenden-Elterneil zu ersetzen, sondern eher als Freund bzw. Freundin da zu sein. Natürlich sollten Sie sich auch nicht alles gefallen lassen. Gerade das Pubertätsalter ist nicht einfach. Reden Sie bei Problemen mit dem Partner.
  8. Im Allgemeinen sollten Sie sich auch vor den Kindern einig sein, sprechen Sie also alles miteinander ab, z. B. Wann muss der Nachwuchs zu Hause sein usw.. So können Sie von den Kindern nicht ausgespielt werden. Denn auch kleine Reibereien und Unzufriedenheit können die Partnerschaft belasten.
  9. Auch Sie als liebendes Paar benötigen Zeit, um sich an die vielen Mitglieder der Patchworkfamilie zu gewöhnen. Das kann schon mal auf die Nerven gehen. Reden Sie miteinander und nehmen Sie sich allein und gemeinsam Zeit für einander.

Letztendlich haben Sie sich für einander entschieden. Sie schaffen das also nur gemeinsam. Eine Patchworkfamilie kann und darf kein Einzelprojekt sein. In diesem Sinn: Auf die Nerven, auf die Patchworkfamilie, fertig los!

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