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Auf dem Hermannsweg wandern - Wissenswertes über einen der schönsten Höhenwanderwege Deutschlands

Der Hermannsweg soll einer der schönsten und bedeutendsten Höhen- und Fernwanderwegen in Deutschland sein. Mit seiner Länge von 156 Kilometern bietet er zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern und Entdecken.

Wandern auf dem Hermannsweg ist ein besonderes Erlebnis.
Wandern auf dem Hermannsweg ist ein besonderes Erlebnis.

Wissenswertes über den Hermannsweg

  • Seinen Namen verdankt der Hermannsweg "Hermann dem Cherusker". Dieser besiegte im Jahre 9 n. Chr. drei römische Legionen des Kaisers Augustus sowie den römischen Feldherren Varus. Der Weg wurde etwa 25 Jahre, nachdem das Hermannsdenkmal fertiggestellt wurde, angelegt.
  • Seinen Anfang hat der Hermannsweg in der Münsterländer Parklandschaft in Rheine und er endet bei Horn-Bad Meinberg. Er führt über den Kamm des Teutoburger Waldes und bietet dabei beeindruckende Aussichten. Sie können ihn in insgesamt 8 Etappen erwandern. Er wurde offiziell als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet. Gemeinsam mit dem Eggeweg bildet er die sogenannten Hermannshöhen.
  • Beim Wandern entlang des Weges werden zahlreiche Spuren der bewegten Geschichte dieser Region sichtbar wie beispielsweise Wallburganlagen und Grabhügel germanischer Kultur oder alte landwirtschaftliche Höfe, Burgruinen, Landwehren, historische Stadtkerne, Klöster und Schlösser sowie einstige Pass- und Handelswege aus der Zeit des Mittelalters.

Wandern und entdecken entlang des Weges

Beim Wandern auf dem Hermannsweg kommen sowohl Naturliebhaber als auch Kunst- und Kulturinteressierte auf ihre Kosten. Die größten Ortschaften, durch die der Weg führt, sind Tecklenburg, Bad Iburg, Bielefeld und Oerlinghausen.

  • Er beginnt wie bereits erwähnt in Rheine, wo er Sie durch die wunderschöne barocke Altstadt führt. Weiter geht es durch die malerische Münsterländer Parklandschaft mit ihren Wäldern, Wiesen und Feldern sowie reizvollen Fachwerkgebäuden.
  • Bei Hörstel-Bergeshövede treffen Sie beim Wandern auf das "Nasse Dreieck", ein bedeutender Knotenpunkt der Binnenschifffahrt. Technikbegeisterte können hier eine mehr als 100 Jahre alte Schleuse bewundern. Beim Wandern in Richtung Tecklenburg führt der Weg an den beeindruckenden Felsformationen Dreikaiserstuhl und Hexenküche vorbei. Ein Highlight auf diesem Teil des Hermannsweges sind die Dörenther Klippen mit dem "Hockenden Weib", einer eindrucksvollen Felsfigur. In Tecklenburg selbst erwarten Sie eine mittelalterliche Burgruine, sehenswerte Fachwerkhäuser in der Altstadt sowie das größte Freilicht-Musiktheater Deutschlands.
  • Die wunderschönen Naturlandschaften zwischen Tecklenburg und Bad Iburg, einem weiteren Teil des Hermannsweges, bieten Naturliebhabern ganz beeindruckende Ausblicke. In Bad Iburg führt der Hermannsweg vorbei am Charlottensee und dem Schloss Iburg. Verlassen Sie Bad Iburg, gelangen Sie in das Naturschutzgebiet Freeden mit dem Großen und Kleinen Freeden.
  • Im weiteren Verlauf führt der Hermannsweg nach Bielefeld, vorbei an alten Befestigungsanlagen und Naturdenkmälern und mit beeindruckenden Aussichten. In Bielefeld ist vor allem die Burg Sparrenberg einen Besuch wert. Auf dem weiteren Weg nach Oerlinghausen gelangen Sie zum Eggeberg, wo sich der Aussichtsturm "Eiserner Anton" befindet. Im Bergstädtchen Oerlinghausen zeugen Wallfahrtsstätte und mittelalterliche Verteidigungsanlagen von der bewegten Geschichte dieser Region.
  • Folgen Sie dem Hermannsweg weiter, kommen Sie zum "Hiddeser Bent", einem Hangmoor, welches das Einzige noch lebende im Teutoburger Wald darstellt. Im weiteren Verlauf des Weges erreichen Sie dann die Grotenburg bei Detmold mit dem Hermannsdenkmal, einer Statue des Namensgebers des Hermannsweges.
  • Eine besondere Attraktion auf diesem letzten Teilstück des Hermannsweges sind die sogenannten Externsteine, um die sich viele Sagen und Mythen ranken. Sie sind zudem das bedeutendste Natur- und Kulturdenkmal im Teutoburger Wald. Auf dem Lippischen Velmerstot, einer 441 m hohen Felsgruppe nahe der Ortschaft Horn-Bad Meinberg endet der Hermannsweg.
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