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Auf dem Computer zwei Betriebssysteme installieren - Anleitung

Oftmals wird ein Computer sowohl für berufliche als auch für private Zwecke verwendet. Grundsätzlich hat das zur Folge, dass diese beiden Bereiche nicht streng voneinander getrennt werden können. Das muss aber nicht so sein! Denn Sie können auf einem PC auch zwei verschiedene Betriebssysteme installieren, also zwei voneinander getrennte Arbeitsbereiche schaffen. Es wird zwar mangels physischer Trennung immer noch auf ein und derselben Festplatte gearbeitet, eine logische Aufteilung wird aber trotzdem vorgenommen. Wie zwei Betriebssysteme auf einem Computer installiert werden können, wird Ihnen hier näher erläutert.

Auf dem Computer zwei Betriebssysteme installieren - Anleitung
Video von Bruno Franke

Was Sie benötigen:

  • Computer
  • Ein oder zwei Betriebssystem(e)
  • Ggf. Internet

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten zwei Betriebssysteme auf einem Computer zu installieren, welche beide Vor- und Nachteile aufweisen. Beide werden Ihnen hier mit den jeweiligen Schwächen und Stärken erläutert.

Erste Möglichkeit zwei Betriebssysteme zu installieren - zwei Partitionen

  1. Die erste Möglichkeit, wie Sie zwei Betriebssysteme auf einem Computer installieren können, zeichnet sich dadurch aus, dass sie – im Gegensatz zur zweiten Alternative – tatsächlich installiert werden.
  2. In der Regel haben Sie bei Ihrem Computer nur eine Festplatte und somit auch nur ein Partition, welche den Laufwerksbuchstaben C besitzt. Das können Sie daran erkennen, wenn Sie den Arbeitsplatz / Explorer öffnen.
  3. Auf dieser Partition ist auch Ihr Betriebssystem, z.B. Microsoft Windows 7, installiert. Würde sich darauf ein zweites Betriebssystem befinden, sind Komplikationen und Fehler nicht auszuschließen, so es denn überhaupt möglich ist. Deshalb müssen Sie Ihre Partition (C:) (logisch) aufteilen (partitionieren). Dabei teilen Sie den Speicherplatz der Festplatte in zwei „getrennte“ Bereiche auf, die Sie verschieden verwalten können (etwa getrennt formatieren).
  4. Die Partitionierung können Sie entweder sofort bei der ersten Windows-Installation erledigen oder ein geeignetes Programm nutzen. Das ist etwa Norton Partition Magic, das aber im Regelfall kostenpflichtig ist. Wollen Sie dafür kein Geld ausgeben, können Sie auch das von Windows integrierte, abgespeckte, aber dennoch taugliche Tool nutzen.
  5. Dafür müssen mit einem Linkslkick auf den Arbeitsplatz-Icon, das sich auf dem Desktop befindet, die „Verwaltung“ auswählen. Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster.
  6. In diesem müssen Sie in der Leiste links unter der Gruppe „Datenspeicher“ den Unterordner „Datenträgerverwaltung“ anwählen. Darin können Sie nun Ihre primäre Partition (C:) in weitere logische Partitionen aufteilen.
  7. Dies erledigt oder schlicht eine zweite eigenständige Festplatte in das System mit aufgenommen, können Sie das zweite Betriebssystem installieren. Nach dem Bootvorgang werden Sie grundsätzlich gefragt, von welchem aus gestartet werden soll.

Zweite Möglichkeit zwei Betriebssysteme zu installieren - virtual Machine

  1. Im Gegensatz zu der ersten Alternative wird hier ein fiktives, vom tatsächlichen Computer abgekoppeltes System gestartet (Virtualisierung). Auf diesem kann dann das zweite Betriebssystem installiert werden.
  2. Dafür müssen Sie ein solches Virtualisierungsprogramm auf Ihrem ersten Betriebssystem installieren. Das kann zum Beispiel vmware oder Virtual Box (open source) sein.
  3. Sobald Sie das Programm installiert haben, müssen Sie es aufrufen und eine neue Virtual Machine erstellen. Dort können Sie den Namen und die Größe der Festplatte des virtuellen Computersystems bestimmen. Auch müssen Sie entscheiden, wie viel Rechnerkapazität für diese Virtual Machine von Ihrem ersten Betriebssystem abgezweigt werden soll.
  4. Dieses Programm kreiert dann ein vom tatsächlichen Computer abgekoppeltes System, auf welchem Sie dann, wie sonst auch, ganz einfach das („zweite“) Betriebssystem installieren können.

Vor- und Nachteile der Möglichkeiten

  • Sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Alternative ergeben sich positive als auch negative Auswirkungen.
  • Wie bereits in der Anleitung angeklungen ist, erfordert die erste Möglichkeit zuerst den Aufwand, welcher sich für Unerfahrene teilweise als schwierig erweist, die Partition (C:) zu teilen, soweit das noch nicht geschehen ist.
  • Außerdem muss das System, sobald auf das andere Betriebssystem zugegriffen werden soll, stets neugestartet werden.
  • Der elementare Vorteil ist jedoch, dass – anders als bei der zweiten Variante – keine Aufteilung der Rechnerkapazitäten erfolgt, Sie schließlich nicht einen solch leistungsstarken Computer benötigen.
  • Bei der zweiten Alternative ist das zweite System komplett von dem ersten Betriebssystem abgekoppelt, es findet also kein Austausch (z.B. Schadsoftware) statt. Nur die Bereiche die von beiden gemeinsam genutzt werden sollen, können Sie „freigeben“. Sollte das zweite Betriebssystem doch einmal von einer Schadsoftware befallen sein, dann können Sie ohne Problem den ursprünglichen Zustand herstellen.
  • Kurz um, besitzen Sie eine leistungsstarken Computer, ist Ihnen die zweite Variante anzuraten.

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