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Auf Bootswerft arbeiten - so gelingt die Ausbildung zum Bootsbauer

Sind Sie fasziniert vom Meer und all den unterschiedlichen Gefährten, die sich darauf bewegen? Dann könnte der Beruf des Bootsbauers etwas für Sie sein. Sie sind auf einer Bootswerft tätig und fertigen Ruder- und Segelboote, Motor- und Segeljachten oder Paddelboote an, oft speziell nach den Wünschen des Kunden. Da ein Ausbildungsplatz jedoch begehrt ist, sollten Sie sich im Vorfeld genau überlegen, ob Sie die nötigen Voraussetzungen mitbringen.

Boote werden von Bootsbauern oft nach Kundenwunsch angefertigt.
Boote werden von Bootsbauern oft nach Kundenwunsch angefertigt. © Thomas_Max_Müller / Pixelio

Berufsziel Bootswerft - diese Voraussetzungen sollten Sie mitbringen

  • Theoretisch genügt ein Hauptschulabschluss, viele Betriebe stellen jedoch hauptsächlich Bewerber mit Realschul- oder Hochschulabschluss ein. Ihre Chancen können Sie erhöhen, wenn Sie bereits ein mehrwöchiges Praktikum auf einer Bootswerft absolviert haben, manchmal ist dieses sogar Bedingung für den Beginn einer Ausbildung.
  • Lassen Sie sich im Vorfeld von einem Betriebsmediziner untersuchen. Sie müssen körperlich fit sein, um schwere Lasten tragen zu können, außerdem muss der Arzt Ihnen die Atemschutztauglichkeit attestieren. Diese besagt, dass Sie fit genug sind, um längere Zeit eine Schutzmaske zu tragen, ohne beeinträchtigt zu werden. Außerdem sollten Sie keinerlei Allergien oder Atemerkrankungen aufweisen oder Höhenangst haben, da Sie im Bootsbau oft auf Leitern und hohen Gerüsten arbeiten.
  • Arbeiten Sie gut im Team? Bevor ein Boot fertiggestellt ist, vergehen viele Monate, zudem müssen Sie fast täglich mit anderen Kollegen zusammenarbeiten. Außerdem müssen Sie regelmäßig mit dem Kunden Kontakt halten.
  • Sie sollten ein großes Interesse an den Fächern Mathematik, Physik, Werken und Kunst mitbringen. Zudem sollten Sie sich für Werken, technische und elektronische Zusammenhänge interessieren.
  • Können Sie gut mit Ihren Händen arbeiten, haben Spaß am Konstruieren und Gestalten, weisen hervorragendes räumliches Vorstellungsvermögen auf und achten auf Details, bringen Sie viele wichtige Eigenschaften für den Beruf mit.

Die Ausbildung zum Bootsbauer erfolgreich absolvieren

  • Nur in einigen Städten können Sie die Ausbildung durchführen, unter anderem in Hamburg, Bremen und Lübeck/Travemünde. Erkundigen Sie sich bei Ihrer regionalen Industrie- und Handelskammer nach der nächstgelegenen Ausbildungsstelle.
  • Die Ausbildung ist dual organisiert (schulische und betriebliche Ausbildung) und dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Vor Beginn sollten Sie sich die Berufsausbildungsverordnung ansehen und sich hier über die Inhalte der Ausbildung informieren.
  • Während der Ausbildung spezialisieren Sie sich auf einen der beiden Schwerpunkte "Neu-, Aus- und Umbau" oder "Technik".
  • Bootsbauer arbeiten handwerklich, und das meist im Freien und unter großer Geräusch- und Luftbelastung. Seien Sie sich dessen bewusst.
  • Wenn Sie kein Praktikum gemacht haben, sollten Sie sich dennoch auf einer Bootswerft einmal umsehen. Sehen Sie den Bootsbauern zu und verfolgen einen klassischen Arbeitstag. So können Sie am ehesten einschätzen, ob Sie so lange durchhalten, bis Sie Ihr Abschlusszeugnis in der Hand halten.
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