Attribute - was war das noch gleich?

  • Attribute sind Beiwörter zur näheren Bestimmung eines Begleitwortes. Beispiele sind: "Der langweilige Deutschunterricht", "die schwierige Klassenarbeit", "die nette Lehrerin" oder auch "die komplizierte Grammatik".
  • Außerdem können Attribute nicht nur links vom Bezugswort (wie oben) stehen, sondern auch als so genannte "Rechtsattribute" Verwendung finden. Beispiele hierfür sind: "Der Schüler da hinten", "das Heft, das ich suche", oder auch "Hannes, mein Bruder".

Übungen für den Grammatikunterricht

  • Attribute verlieren für die Schüler schnell ihren Schrecken, wenn man das vermeintliche Fremdwort erfahrbar macht. Am einfachsten geht das mit Übungen wie der Fragetechnik.
  • Um in einem Satz das Attribut zu finden, fragt man einfach "was für ein?" bzw. "was für eine?"
  • Also: Was für ein Deutschunterricht? - Der langweilige Deutschunterricht. Was für ein Schüler? - Der Schüler da hinten, und so fort.
  • Danach können Sie es mit Satzumstellungen versuchen. Attribute bilden nämlich mit ihren Bezugsworten feste Wortpaare, die, auch wenn man den Satz umstellt, sich nicht trennen lassen. Wenn Sie beispielsweise den Satz: "Ich suche meinen grünen Stift" umstellen, erhalten Sie: "Meinen grünen Stift suche ich" - Aber niemals "ich suche meinen Stift grünen" oder irgendeine andere Konstellation, bei der "grünen" nicht vor "Stift" steht.
  • Ist auch diese Übung gemeistert, können Sie es mit Unterstreichungen versuchen. Hierbei unterstreichen die Kinder in einem Satz alle Wörter, die sie für Attribute halten, mit einem farbigen Stift, während die Lehrkraft durch die Reihen geht und etwaige Fehler korrigiert. Hierbei unbedingt vermieden werden sollte die Bloßstellung solcher Kinder, die anfänglich Probleme mit den Übungen haben. Darum ist auch eine gemeinsame Aufgabenlösung, bei der jeder einmal dran ist, sensibel zu begleiten.