- 01.12.2011 Iris Gödecker
- Psychologische Beratung
- Psychotherapie
Die Angst bei Panikattacken
Was ist, wenn die Angst in Panikattacken ausartet? Es gibt viele Menschen, die Angstanfälle und sogar Panikattacken haben. Plötzlich wirkt vieles lebensbedrohlich, obwohl realistisch kein Grund dafür besteht.
- Aus heiterem Himmel, ad hoc und unerwartet bricht Panik aus. Herzrasen, zittrige Hände bis hin zum Zittern am ganzen Körper und Atemnot, begleiten meist die Panikattacken.
- Sie sollten bei Angstanfällen auf jeden Fall ärztlich abklären lassen, woher diese Panik kommt. Es kann sich auch um eine organische Erkrankung handeln, beispielsweise eine Herzerkrankung.
Atemtechniken bei Angst und Panik
Alle brauchen die Luft zum Atmen. Bei Erkrankungen oder auch der Angst und Panik verändert sich die Atmung. Viele Erwachsene haben verlernt richtig zu atmen - aus dem Bauch heraus, so wie die kleinen Babys.
- Panik, Angst und Stress beeinflusst das Nervensystem. Durch das richtige Atmen können Sie sich gerade in Paniksituationen wieder in die Realität zurückholen. Der Kreislauf wird gestärkt, die Muskeln entspannen sich wieder und der Herzschlag wird wieder normal.
- Wenn Sie regelmäßig auf Ihren Atem achten, können Sie nach und nach wieder die Kontrolle über Ihren Körper zurückgewinnen.
- Eine Maßnahme ist beispielsweise einmal tief einzuatmen und die Luft für circa zehn Sekunden anzuhalten. Atmen Sie nun die Luft wieder aus und verlängern Sie das Ausatmen. Wiederholen Sie die Atemübung fünf- bis zehnmal. Sie können diese Übung überall, wo Sie sind, anwenden. Falls Ihnen schwindelig wird, üben Sie diese Technik zu schnell oder zu langsam durch. Finden Sie Ihren eigenen Rhythmus.
- Wichtig bei der Anwendung der Atemtechniken ist die Haltung. Stehen Sie gerade und lassen Sie die Schultern ganz locker. Strecken Sie den Brustkorb - so können die inneren Organe und die Lunge entspannen.
- Versuchen Sie immer ruhig und gleichmäßig zu atmen, sobald die Panik in Ihnen aufsteigt. Schließen Sie, wenn möglich, dabei die Augen und konzentrieren Sie sich nur auf die Atmung - gleichmäßig und ruhig.
Falls Sie diese Atemtechniken nicht alleine anwenden können, gibt es professionelle Unterstützung. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse.