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Atemnot im Liegen - was tun?

Sie können nachts nicht einschlafen, weil das Atmen schwer fällt oder wachen auf, weil Sie keine Luft mehr bekommen? Möglicherweise ist Ihr Herz die Ursache für die Atemnot im Liegen. Welche Symptome begleitend auftreten können und was Sie tun können, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Das EKG unterstützt die Diagnosefindung bei Atemnot im Liegen.
Das EKG unterstützt die Diagnosefindung bei Atemnot im Liegen.

Das Herz als mögliche Ursachen der Atemnot

  • Wenn es hauptsächlich im Liegen zu Atemnot kommt, kann dies an einer Schwäche des Herzens liegen, der sogenannten Herzinsuffizienz. Bei Betroffenen fällt außerdem eine schnelle Ermüdbarkeit auf, eventuell auch Schwierigkeiten beim Atmen, wenn sie sich anstrengen. Bei schweren Fällen der Herzinsuffizienz tritt die Atemnot auch ohne Anstrengung auf. Oft müssen die Erkrankten nachts mehrmals zum Wasserlassen auf die Toilette.
  • Ein schneller Puls und Herzrhythmusstörungen treten ebenfalls auf. Die linke Herzhälfte ist in diesem Fall geschwächt und kann das Blut, dass von der Lunge in das Herz gepumpt wird, nicht ausreichend in den Körper weiterleiten. Es kommt zu einem Blutstau vor der geschwächten linken Herzkammer. Dadurch staut sich das Blut auch in die Lunge zurück. Wird der Druck in der Lunge zu groß, tritt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in die Lungenbläschen. In diesen Bläschen findet normalerweise der Gasaustausch statt, der für die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff notwendig ist. Befindet sich nun Flüssigkeit in diesen Bläschen, behindert dies die Atmung. Ein Lungenödem hat sich gebildet.
  • Eine Herzinsuffizienz kommt in verschiedenen Ausprägungen vor und kann gerade im Anfangsstadium gut behandelt werden. Zögern Sie also nicht, zum Arzt zu gehen, wenn Sie auffällige Symptome bei sich bemerken!

Maßnahmen, wenn es im Liegen schlimmer wird

  • Gehen Sie zum Arzt und lassen Sie Ihre Symptome abklären!
  • Leiden Sie an Übergewicht, versuchen Sie schonend, Ihr Gewicht zu reduzieren. Überflüssiges Gewicht belastet Ihr Herz zusätzlich.
  • Atemnot ist nicht immer ein Zeichen einer Erkrankung. Zu hohe Belastung oder falsche …

  • Reduzieren Sie Ihren Salzverbrauch. Kochsalz bindet Wasser. Bei übermäßigem Salzgenuss kommt es zu Einlagerungen von Flüssigkeit im Körper. Auch dies belastet Ihr Herz. Nachts, wenn Sie liegen und Ihr Herz sich nicht mit weiteren Anstrengungen beschäftigen muss, versucht es, diese Flüssigkeit auszuscheiden. Deswegen müssen Sie nachts häufig auf die Toilette.
  • Zwar sollten Sie ausreichend trinken, aber auch nicht übermäßig viel. Zu viel Flüssigkeit kann auch hier das Herz belasten.
  • Nikotin ist Gift für Ihr Herz. Es beschleunigt den Herzschlag und verengt die Gefäße. Ein ohnehin schon geschwächtes Herz wird durch die Mehrarbeit noch mehr geschädigt.
  • In der Kälte sollten Sie sich nicht allzu lange aufhalten. Kälte bewirkt ebenfalls eine Verengung der Blutgefäße. Sind die Blutgefäße verengt, muss Ihr Herz vermehrt Druck aufbauen, um das Blut gegen diesen Widerstand zu pumpen.
  • Schlafen Sie im Liegen mit erhöhtem Oberkörper. Nehmen Sie zum Beispiel zwei oder mehr Kissen und legen Sie Ihren Oberkörper dort drauf. So entlasten Sie Ihr Herz.
  • Halten Sie sich an die Empfehlungen, die Ihr Arzt Ihnen nennt und nehmen Sie die verschriebenen Medikamente unbedingt regelmäßig ein. Ihre Atemnot sollte dann nachlassen.
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