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Assoziiertes Mitglied - einfache Erklärung

Sicher haben Sie schon oft den Begriff "assoziiertes Mitglied" gehört, können mit diesem aber nicht unbedingt etwas anfangen. Wenn Sie sich den Begriff genau ansehen, wird die Bedeutung recht schnell klar.

Mitgliedschaft und assoziierte Mitglieder
Mitgliedschaft und assoziierte Mitglieder

Assoziieren und Mitgliedschaft

Aus den ersten Blick haben die Begriffe nichts miteinander zu tun, das liegt aber nur daran, weil der Begriff des Assoziierens oft nur in einem bestimmten Zusammenhang verwendet wird. Wenn Sie das Wort Assoziation genau betrachten, ist es eindeutig, was ein assoziiertes Mitglied ist:

  • Auch im nicht wissenschaftlichen Sprachgebrauch ist Assoziation oder assoziieren vielen aus der Psychologie bekannt. Man soll sagen, was einem zu einem Bild einfällt, an was man denkt, wenn man zum Beispiel eine Musik hört. Statt der Frage, "Was assoziieren Sie zu dem Bild" könnte diese auch lauten, "mit was bringen Sie das Bild in Verbindung".
  • Genau das ist die Bedeutung des Wortes, es steht für vereinigen, verbinden oder verknüpfen.
  • Ein assoziiertes Mitglied ist also eines, das mit etwas verbunden ist, das mit etwas verknüpft ist.
  • Wenn Sie den Gedanken weiter spinnen, merken Sie schnell, dass es sich um kein normales Mitglied handeln kann, denn dieses ist Teil des ganzen, gehört dazu und kann also nicht mit dem Äußeren verbunden sein.

Unterschied zwischen assoziiert und Vollmitglied

  • Egal ob es sich um einen kleinen Sportverein, um eine bedeutende Organisation oder um durch völkerrechtliche Verträge verknüpfte Gemeinschaften wie die EU handelt, Basis dieser Zusammenschlüsse sind immer Verträge, in denen die Rechte und Pflichten der Mitglieder geregelt werden. Meist werden in den Verträgen auch Kriterien festgelegt, die ein Mitglied erfüllen muss. Zum Beispiel, dass man einem bestimmten Berufsstand angehören muss, um in den Fachverband aufgenommen zu werden, oder im Fall der EU bestimmte gesellschaftliche und finanzielle Kriterien erfüllen muss.
  • Wer diese Kriterien nicht erfüllt, kann kein Mitglied werden, aber oft gibt es die Möglichkeit, ein assoziiertes Mitglied zu werden. Dies kann dazu dienen, einem Interessenten schon gewisse Privilegien der Gemeinschaft zu gewähren und diesen zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen, damit er eines Tages die Bedingungen erfüllt, um Vollmitglied zu werden. Es gibt aber auch assoziierte Mitgliedschaften, die auf Dauer angelegt sind, also nicht als Vorstufe zur Vollmitgliedschaft gedacht sind.
  • Auch für assoziierte Mitgliedschaften gibt es Verträge, die beide Seiten binden, und oft ein kompliziertes Aufnahmeverfahren. In der Regel haben die so angeschlossenen Mitglieder eine Reihe von Verpflichtungen zu erfüllen und bekommen im Gegenzug einige Vorteile gewährt, während diese meist kein Mitspracherecht bei der Gestaltung der Gemeinschaft haben. In der Regel stehen nur Vollmitgliedern alle satzungsmäßigen Rechte, wie zum Beispiel die Wahl eines Vorstandes, zu.
  • Während es für Vollmitglieder nur eine für alle verbindliche Satzung geben kann, kann es verschiedene Assoziierungsabkommen oder -verträge geben, sodass nicht alle assoziierten Mitglieder sich an die gleichen Regeln halten müssen.
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