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Assoziatives Lernen - so funktioniert es

Wenn bei einem Hund schon der Speichel fließt, wenn er nur eine Glocke hört, kann dem assoziatives Lernen in Form der klassischen Konditionierung zugrunde liegen. Auf einen Reiz hin, der vor dem Lernprozess als neutral wahrgenommen wurde, erfolgt nun eine bestimmte Reaktion.

Kinder haben meist eine hohe Lernmotivation.
Kinder haben meist eine hohe Lernmotivation.

Beim assoziativen Lernen werden in der Regel zwei Dinge miteinander verbunden. Dies können zwei verschiedene Reize sein oder auch ein Reiz und eine bestimmte Reaktion. Zu den Arten assoziativer Lernprozesse gehören auch die klassische und die operante Konditionierung.

Die klassische Konditionierung als assoziatives Lernen

  • Das bekannteste Beispiel für die klassische Konditionierung ist wohl der sogenannten "Pawlowsche Hund".
  • Weil das Bereitstellen von Futter immer mit einem bestimmten Glockenton verbunden wurde, reagierte der Hund nach einigen Wiederholungen schon auf den Glockenton - der Speichel floss, da der Hund den Glockenton mit dem Futter in Verbindung gebracht hatte. Vor dem Experiment löste der Glockenton diese Reaktion nicht aus.
  • Die Reaktion "Speichelfluss" selbst ist dabei vom Hund nicht beeinfluss- oder steuerbar.   
  • Auch beim operanten Konditionieren handelt es sich um assoziatives Lernen. Hierbei wird ein Verhalten immer wieder mit einer bestimmten Konsequenz in Verbindung gebracht, durch die es dann entweder verstärkt oder abgeschwächt wird - je nachdem, ob das Verhalten als "Strafe" oder als "Belohnung" empfunden wird.

Beispiele für operantes Konditionieren

  • Ein Beispiel für die operante Konditionierung als assoziatives Lernen sind Experimente mit Ratten in einem Käfig. Wenn bei Auslösen eines bestimmten Hebels immer die Gabe von Futter erfolgt, dann wird die Ratte diesen Hebel irgendwann öfter auslösen - denn ihr Bedürfnis nach Nahrung wird dadurch befriedigt bzw. ihr Verhalten wird "belohnt".
  • Auch Menschen sind natürlich auf diese Weise lernfähig. Wer in der Schule immer wieder ausgelacht wird, wenn er eine Frage stellt, der wird dies irgendwann lassen, weil ihm die Folge seines Verhaltens wenig Spaß macht.
  • Wird ein Schüler jedoch schon für das Stellen einer Frage gelobt, dann kann dieses Verhalten gefördert werden.

Operantes und klassisches Konditionieren sind zwei Arten des assoziativen Lernens. Dieses besteht in der Verknüpfung zweier Ereignisse miteinander.

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