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Asparagus überwintern - so geht's

Den grünen Daumen hat ja bekanntlich nicht jeder. Doch auch denen, die ihn haben, passiert es das ein oder andere Mal, dass eine Pflanze aus mehr oder weniger mysteriösen Gründen eingeht. Die Frage nach Düngung, Bewässerung oder Überwinterung entscheidet darüber, ob eine Pflanze das Jahr übersteht. Und besonders die Pflanzen, die nicht hier heimisch sind, machen bezüglich der Pflege eine Vielzahl von Fragen auf. Auch der Asparagus oder Zierspargel, dessen ursprüngliche Heimat Afrika ist, macht hier keine Ausnahme. Was müssen Sie also bei der Pflege des Asparagus beachten und wie sollte man ihn überwintern?

Für die richtige Pflege müssen Sie zunächst die verschiedenen Arten des Asparagus unterscheiden.
Für die richtige Pflege müssen Sie zunächst die verschiedenen Arten des Asparagus unterscheiden.

Asparagusarten und ihre Pflege

  • Zunächst stellt sich beim Zierspargel die Frage nach der Sorte. Da insgesamt um die 300 verschiedenen Asparagusarten bestehen, müssen Sie die Pflanze zuerst näher bestimmen, bevor Sie sich informieren können, wie man sie am besten überwintert. Sicherlich gibt es einige Grundsätze für den Asparagus, jedoch hilft eine nähere Einordnung der Pflanze ungemein, Feinheiten zu beachten und dem Spargel die bestmögliche Pflege zu bieten.
  • Generell scheinen die am meisten verbreiteten Arten des Asparagus der Asparagus sprengeri und der sogenannte „Katzenschwanz“ zu sein, die beide nicht winterfest sind. Das schließt jedoch nicht unbedingt aus, dass die Art, die sich auf Ihrem Balkon findet, den Winter bei Minusgraden nicht überstehen würde: der densiflorus gedeiht bei richtiger Pflege sogar bei Minusgraden von bis zu 15 Grad Celsius.
  • Egal ob Sie den Spargel drinnen oder draußen überwintern wollen, eine Schutzplane oder ein Vlies aus dem Gartencenter, den Sie um seinen Topf wickeln können, hilft ungemein bei der Isolierung. So können Sie den Spargel sowohl gegen Kälte als auch gegen Wärme schützen.
  • Weil die optimale Temperatur für die Spargelüberwinterung bei circa 10 Grad liegt, ist es ihm drinnen meist zu heiß, sodass er die Isolierung gut vertragen wird. Der absolute Grundsatz zur Spargelüberwinterung ist es, den Asparagus in einem kühlen, jedoch frostfreien Raum zu überwintern, wo er an ausreichend Frischluft kommt, halbschattig steht und weniger gegossen wird als im Sommer. 
  • Gießen müssen Sie den Spargel in wärmeren Zimmern jedoch vermehrt, weil verhältnismäßig mehr Flüssigkeit verdunstet. Achten Sie immer darauf, dass sein Wurzelballen feucht ist - nass sollte die Wurzel aber nicht sein, weil sich schnell ein Feuchtigkeitsstau bildet, der zur Wurzelfäule führen kann. Auch sollte der Asparagus in wärmeren Zimmern an mehr direktes Sonnenlicht gelangen - sein Lichtbedarf steigt nämlich mit der Temperatur, in der er überwintern soll.

Spargel richtig überwintern

  • Das größte Problem bei der Überwinterung des Asparagus ist die Zugluft. Zwar braucht der Zierspargel zum Wachsen ungemein viel frische Luft und sollte deshalb auch belüftet werden, wenn Sie ihn in der Wohnung überwintern, jedoch beginnt er bei dem kleinsten Luftzug extrem zu nadeln und seine abgestorbenen Zweige müssen bis zum Boden zurück geschnitten werden. Achten Sie darauf, dass Sie die Pflanze erst im Frühjahr zuschneiden - einen Zuschnitt im Winter würde der Asparagus wohl nicht überleben. Sobald der Winter vorbei ist, sollten Sie auch Erde und Topf der Spargelpflanze wechseln.
  • Weil der Spargel auch in der winterlichen Ruhephase überdurchschnittlich viele Nährstoffe verbraucht, bietet sich lehmige Lauberde an, damit er nach dem Winter wegen Unterversorgung keine dünnen Fäden bildet. Auch der Topf spielt eine große Rolle - Spargelpflanzen sind oft sehr empfindlich und werden nicht gerne umgesetzt.
  • Durch Ihre großen Wurzeln und den ungemein schnellen Wachstum der Wurzeln unter der Erde sollten Sie einen möglichst großen Topf wählen, in dem er sich völlig ausbreiten kann und sich seine Wurzeln nicht bis nach oben herausdrücken. Auch das Düngen ist nun wieder alle 8 Wochen fällig - im Winter sollte am besten vollständig davon abgesehen werden.
  • Ein weiteres Problem, dass sich bei der Überwinterung vor allem in wärmeren Wohnungen ergibt, stellt der Ungezieferbefall dar. Schnell bilden sich Spinnmilben und Wollläuse auf der Pflanze. Um die wieder loszuwerden, können Sie 3 cm unter der Topferde Niempräperat vergraben, dass der Spargel durch die Wurzeln aufnimmt. Zwar schadet es der Pflanze an sich nicht, das Ungeziefer auf den Blättern wird den Kontakt mit dem Präperat jedoch kaum überleben und die Plage ist so eingedämmt.

Abschließend gibt es noch einen Rat, falls Ihr Asparagus den Winter trotz Ihrem Bemühen nicht übersteht: wenn die Pflanze vertrocknet ist, können die Wedel dicht über der Erde zurück geschnitten werden. Ist die Luft feucht genug und stimmt der Standort, wird es nicht lange dauern, bis der Spargel neu austreibt und Ihnen im nächsten Winter eine zweite Chance gibt, ihn artgerecht zu überwintern.

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