Was tun, wenn aus einem Nützling eine Plage wird? Ein asiatischer Marienkäfer gehört grundsätzlich nicht in die Schädlingsfraktion. Doch möchte so manch einer dieses Tier bekämpfen.
- 09.12.2011 Susanne Mielchen
Die Marienkäfer asiatischer Herkunft wurden ursprünglich in Gewächshäusern eingesetzt, um Schädlinge zu bekämpfen. Durch seine ungeheure Gefräßigkeit ist er prädestiniert für diese Aufgabe. Jedes einzelne Tier frisst im Schnitt 250 Blattläuse pro Tag, das sind ca. 5 mal so viel wie unsere einheimischen Marienkäfer schaffen.
Ein asiatischer Marienkäfer - was macht ihn zur Plage?
- Problematisch wird es, wenn er keine Blattläuse mehr findet. Der Käfer macht leider auch nicht vor den Larven anderer Nützlinge Halt. Er frisst sogar die unserer einheimischen Marienkäfer oder knabbert das Obst an.
- Die Menschen, die dieses Tier bekämpfen möchten, fühlen sich wahrscheinlich durch das haufenweise Aufkommen gestört. Im Herbst, wenn es langsam kühler wird, sind diese Käfer auf Winterquartiersuche. Sie erobern gerne die Häuser, um dort in eine Art Starre zu verfallen. Im Frühjahr erwachen sie wieder und ziehen weiter.
Wie können Sie den Marienkäfer im Garten bekämpfen?
- Ein asiatischer Marienkäfer kann im Garten nicht wirklich bekämpft werden. Er hat erstens keine natürlichen Feinde und zweitens sondert er im Stressfall ein übelriechendes, gelbliches Abwehrsekret ab.
- Damit im Herbst die Käfer nicht ins Haus gelangen, können Sie die Fenster und Türen mit Fliegengittern bestücken.
- Falls Sie die Tiere bereits im Haus haben, bringen Sie die einzelnen Marienkäfer vorsichtig nach draußen. Bei größeren Mengen helfen am besten ein Besen und ein Kehrblech.
- Es hat sich auch bewährt, ihre Verstecke auszuleuchten. Ein asiatischer Marienkäfer sucht die Dunkelheit. Findet er sich plötzlich im Hellen wieder, zieht er weiter.
- Bekämpfen Sie die Tierchen auf keinen Fall mit irgendwelchen Pestiziden. Der asiatische Marienkäfer ist harmlos, überträgt keine Krankheiten und richtet auch nicht wirklichen Schaden an.