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Asbest entfernen lassen - das müssen Sie beachten

Bis in die 90er Jahre wurde beim Wohnungs- und Hausbau Asbest in verschiedenen Formen eingesetzt. Erst 1992 wurde dieses Material verboten, als man die gesundheitlichen Risiken erkannte, die von Asbest ausgehen. Wenn Sie Produkte aus Asbest in Ihrem Haus entfernen möchten, müssen Sie wichtige Punkte beachten.

Alte Bodenbeläge können Asbest enthalten.
Alte Bodenbeläge können Asbest enthalten.

Das Material sicher entfernen lassen

Bis in die 90er Jahre wurde Asbest in Wohnungen und Häusern verbaut. Wenn Sie in einem Haus wohnen, welches vor dieser Zeit erbaut wurde, kann es sein, dass sich Asbest in irgendeiner Form in Ihren vier Wänden befindet.

  • Alte CV-Beläge, Floor-Flex-Platten, Dach- oder Fassadenplatten, Isolierungen, Mörtel oder Spachtelmassen enthalten oft Asbest. Wenn Sie sich unsicher sind, wie alt solche Materialien sind, sollten Sie sehr vorsichtig sein, bevor Sie diese eigenmächtig entfernen.
  • Wenn beim Entfernen von asbesthaltigen Materialen die sogenannte Asbestpappe aufreißt, können die gefährlichen Fasern freigesetzt werden und von Ihnen eingeatmet werden.
  • Doch nicht nur Sie selbst sind gefährdet. Geschieht dies in Innenräumen, verteilen sich die Asbestfasern unter Umständen und gefährden weitere Personen.
  • Machen Sie unbedingt eine Fachfirma ausfindig, die darin ausgebildet ist, Asbest zu entfernen und entsorgen. Rufen Sie beim örtlichen Wertstoffhof an, wenn Sie keine solche Firma kennen.
  • Die Räume, in denen in Ihrem Haus Asbest entfernt werden muss, werden von der Fachfirma abgeschottet und nur in Spezialbekleidung betreten. Damit keine Asbestfasern in angrenzende Räume gelangen, wird mit Unterdruck gearbeitet. Diese und weitere Vorsichtsmaßnahmen zeigen, wie gefährlich Asbestfasern für die Gesundheit werden können.
  • Wohnen Sie in einer alten Wohnung zur Miete, kann es sein, dass mit Nachtspeicheröfen geheizt wird. Auch in diesen Öfen kann Asbest enthalten sein. Stoßen Sie versehentlich gegen den Nachtspeicherofen, ist es möglich, dass Asbestfasern freigesetzt werden. Nicht alle Nachtspeicheröfen enthalten jedoch Asbest. Anhand der Gerätenummer können Sie herausfinden, ob Ihr Ofen betroffen ist. Eine mögliche Gefährdung durch einen asbesthaltigen Nachtspeicherofen müssen Sie als Mieter nicht hinnehmen, hat das Landgericht München entschieden. Wenn Ihr Vermieter sich weigert, die Heizung zu entfernen, können Sie sich Hilfe beim Mieterverein holen.

Mögliche Risiken durch Asbest - Maßnahmen ergreifen

  • Kontakt mit Asbest sollten Sie unbedingt vermeiden. Versuchen Sie nicht, Bodenplatten, Isolierungen oder ähnliche Produkte aus Asbest selbst zu entfernen. Wenn beim Entfernen von Produkten Asbestfasern freigesetzt werden, die Sie einatmen, können Sie schwer krank werden.
  • Ein hundertfach höheres Risiko an einer durch Asbest ausgelösten Krankheit zu erleiden, haben Sie, wenn Sie rauchen.
  • Wenn Sie vermuten, dass Sie Asbeststaub eingeatmet haben, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt oder einen Lungenfacharzt, den Pulmologen, wenden. Dieser klärt Sie darüber auf, was in Ihrem individuellen Fall zu tun ist. Zwar ist es eher unwahrscheinlich, dass durch die einmalige Inhalation von Asbestfasern Krankheiten resultieren, dennoch sollten Sie auf Nummer sicher gehen.
  • Haben Sie früher lange beruflich mit Asbest in der Vergangenheit gearbeitet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie an Asbestose erkranken werden. Hierbei wird das Gewebe der Lunge in Bindegewebe umgewandelt, sodass Schwierigkeiten beim Atmen entstehen. Asbestose ist eine anerkannte Berufskrankheit.
  • Eingeatmeter Asbeststaub kann außerdem zu bösartigen Tumoren der Lunge sowie von Brust- und Bauchfell führen.
  • Häufig treten Krankheiten, die aufgrund von Asbest entstehen, erst nach mehreren Jahrzehnten auf.
  • Zählen Sie zur Risikogruppe, sollten Sie regelmäßig zur Asbestvorsorge gehen, bei der Röntgenbilder Frühstadien dieser Krankheiten erkennen können.
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