Der Beruf der Arzthelferin wird auch als Medizinische Fachangestellte bezeichnet. Die Ausbildung erfolgt überwiegend in Kooperation mit Arztpraxen.

Voraussetzungen der Ausbildung

  • Eine wichtige Voraussetzung für die Ausbildung zur Arzthelferin ist der Realschulabschluss. Dieser ist zwar keine zwingende Bedingung, wird aber oft erwartet. Dennoch ist die Ausbildung auch mit einem Hauptschulabschluss möglich.
  • Häufig werden gute Noten in den Fächern Biologie und Chemie erwartet, denn hier geht es darum, biologische bzw. körperliche Vorgänge zu verstehen oder die Wirkung und Interaktion bestimmter Substanzen nachvollziehen zu können, etwa wenn Sie im Labor arbeiten.
  • Als Arzthelferin korrespondieren Sie darüber hinaus mit Krankenkassen und Patienten, verfassen Berichte an Versicherungsträger und dafür sollten Sie sich gut ausdrücken können, was meistens an der Deutschnote festgemacht wird. Da Sie zudem Abrechnungen erstellen, spielt letztlich ebenso die Mathematiknote eine Rolle.
  • In Ihrer Tätigkeit werden Sie aber auch oft mit Situationen konfrontiert, die eine gewisse psychische Belastbarkeit erfordern, etwa beim Abnehmen von Blut, dem Kontakt mit schwierigen Patienten oder auch dem Erleben schwerer Krankheiten. Diese Belastbarkeit sollten Sie besitzen, um mit den Anforderungen des Berufs umgehen zu können.

Entlohnung der angehenden Arzthelferin

  • Den Beruf erlernen Sie innerhalb von drei Jahren, wobei praktische Inhalte etwa in einer Arztpraxis vermittelt werden. Die Höhe des Gehalts, was Sie als angehende Arzthelferin erhalten, steigert sich im Laufe der Lernzeit.
  • Hier kann es Variationen des Gehalts je nach Region oder Ausbildungsstätte geben. Im Durchschnitt erhalten Sie aber im ersten Lehrjahr etwa 600 - 620 EUR.
  • Im zweiten Ausbildungsjahr erhalten Sie in etwa 650 EUR und im dritten Jahr ca. 700 EUR, da Sie dann bereits in der Lage sind, eine Praxis weitgehend selbst zu organisieren und daher eine zunehmend vollwertige Arzthelferin sind.