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Arten von Fossilien - Entstehung und Aussehen von Steinkernfossilien

Fossilien, ob kleine Abdrücke oder riesige Körperfossilien, sind interessante Belege der Evolution und beeindruckende Forschungsgegenstände der Paläontologie. Welche verschiedenen Arten von Fossilien unterschieden werden und wie sie entstehen, erfahren Sie hier.

Steinkernfossilien sind Zeugen der Evolution.
Steinkernfossilien sind Zeugen der Evolution.

Die verschiedenen Arten von Fossilien - Übersicht

In der Paläontologie werden verschiedene Arten von Fossilien unterschieden, dabei ist die Abgrenzung jedoch nicht immer ganz eindeutig.

  • Körperfossilien sind sehr seltene Fossilien. Sie entstehen, wenn ein Körper vollständig erhalten gefunden wird. Lebewesen, die eingefroren oder auf andere Weise vollständig und luftdicht umschlossen wurden, gehören zu dieser Art von Fossilien.
  • Bei Spurenfossilien handelt es sich nicht um Lebewesen, sondern um Zeugnisse von deren Bewegungen und Aktivitäten - beispielsweise Bohrungen im Gestein oder Fußabdrücke auf Boden, der versteinerte und die Spur dadurch über Tausende von Jahren erhielt. Spurenfossilien werden auch als Abdrücke bezeichnet.
  • Bei Versteinerungen oder Fossilien, die durch Kristallisierung entstehen, bleiben nur selten Details und Weichteile erhalten, harte Teile wie Schalen, Knochen und Zähne sind dabei jedoch gut zu erkennen.
  • Als Steinkernfossilien sind vor allem die Ammoniten, also die sogenannten Kopffüßer, bekannt. Nachdem sie am Meeresgrund verschüttet wurden, wurden aus den einstigen Verwandten der Tintenfische Steinkerne und damit wichtige Leitfossilien.  

So entstehen Steinkernfossilien

Steinkernfossilien entstehen, wenn Lebewesen von Sediment verschüttet wurden. Eingeschlossen vom Sediment verwesen die Weichteile langsam und meist vollständig. Schalen, Knochen und andere harte Bestandteile bleiben in einigen Fällen enthalten. Während der Verwesung härtet das umgebende Sediment aus und an der Stelle der Weichteile entsteht ein Hohlraum. Diese Hohlräume füllen sich nach und nach ebenfalls mit Sediment, das durch Druck und Wärme mit der Zeit aushärtet und dabei die Details der verschütteten Lebewesen konserviert. Steinkernfossilien sind, vereinfacht dargestellt, also mit dem Gießen von Gips in eine Hohlform zu vergleichen. Ebenso wie bei den mit Gips gegossenen Formen zeigen diese Arten von Fossilien einen Abdruck der Innenseite der Schale von Muscheln, Schnecken oder Ammoniten. Hatte das zum Fossil gewordene Lebewesen keine Schale, wird der entstandene Hohlraum abgeformt.

Abhängig von der Art des Steinkerns und seinem Entstehen ist auch sein Aussehen. Steinkernfossilien können daher sehr detailliert sein oder lediglich grobe Umrisse zeigen. 

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