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Arnold Rapido 200 - Informatives

Arnold Rapido 200 - für Freunde der Modelleisenbahn ist dieser Name fast so etwas wie ein Heiligtum. Warum? Weil es die erste in Serie gefertigte elektrische Modelleisenbahn ist.

Modelleisenbahnen können in jedem Alter interessant sein.
Modelleisenbahnen können in jedem Alter interessant sein.

Die Metallspielwarenfabrik Arnold

  • 1906 gründete Karl Arnold in Nürnberg eine Metallspielwarenfabrik. Da er ein Patent für pendelnd gelagerte Feuersteine besaß, sprühten viele der Produkte der Firma Arnold Funken - sehr zum Gefallen der damit spielenden Kinder. Irgendwann aber kamen Blechspielzeuge aus der Mode und die Firma Arnold hatte den richtigen Riecher mit ihrer Modelleisenbahnreihe.
  • Die Rapido 200 von Arnold wurde 1960 vorgestellt und war die erste in Serie gefertigte elektrische Modelleisenbahn. Sie hatte eine Spurweite von 8 Millimetern und war im Maßstab 1:200 angefertigt, daher der Name.

Mit Rapido 200 kommt die Serienfertigung

  • Die ersten Modelle und Teile der Rapido 200 waren sehr einfach, funktionierten aber tadellos. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse 1960 konnten die Besucher das gesamte Sortiment sehen: eine Fertiganlage mit fertigen Häusern und Landschaft um die Gleise herum, zwei Weichen, die sogar fernbedienbar waren, und eine Diesellok mit drei Zugwagen.
  • Verbunden wurden die Teile der Rapido 200 damals mit einer halb automatischen Hakenkupplung. Einkuppeln funktionierte automatisch, das Entkoppeln brauchte Handbetrieb - der jeweilige Wagen wurde dazu am Ende angehoben.
  • Das anfängliche Sortiment wurde in den nächsten Jahren ständig erweitert und verbessert. Es gab zusätzliches Gleismaterial und mehr Fahrzeuge. 1962 bereits änderte Arnold den Maßstab der Rapido auf 1:160, der Name dieser Bahn lautete "rapido". Gleichzeitig wurde die Spurweite auf 9 Millimeter vergrößert, diese Tatsache wurde später mit dem Begriff "Spur N" bezeichnet. Alles, was in Zukunft unter "N" verkauft werden wollte, musste bestimmten Bedingungen entsprechen, die Arnold vorgelegt hatte: Diese waren der Maßstab 1:160, die Spurweite von 9 mm, die Stromversorgung von 12 Volt Gleichspannung, das Zwei-Leiter-System und die 1963 von Arnold eingeführte Klauenkupplung, die beide Kupplungsvorgänge automatisch vollbrachte.
  • Durch die Normung der Modelleisenbahnen war es in Zukunft möglich, Systeme verschiedener Hersteller zu kombinieren, zum Beispiel von den deutschen Firmen Trix oder Piko oder der italienischen Firma Lima.
  • 1995 meldete die Firma Arnold Insolvenz an, über mehrere Zwischenstationen gehört die Firma heute zu Hornby International und produziert wieder elektrische Modelleisenbahnen in China.
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