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Architektenkosten für Einfamilienhaus - so kalkulieren Sie richtig

Der Traum vom Eigenheim lässt sich auf unterschiedliche Weise realisieren. Während sich manche für ein Fertighaus entscheiden, das in wenigen Tagen aufgebaut wird, planen andere das eigene Haus zusammen mit einem Architekten nach individuellen Vorgaben. Wenn Sie sich für diese Variante entscheiden, sollten Sie bei Ihrer finanziellen Kalkulation auch die Architektenkosten für ein Einfamilienhaus im Blick haben.

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Architektenkosten können hoch ausfallen.
Architektenkosten können hoch ausfallen.

Wenn Sie ein eigenes Haus bauen, dann kommen zu den Kosten für das Grundstück und den eigentlichen Hausbau noch weitere Kostenpositionen hinzu. Wenn Sie das Haus individuell mit einem Architekten zusammen planen, dann gehören dazu auch die Architektenkosten.

Die Architektenkosten nach der HOAI

  • Ihre Architektenkosten beim Bau Ihres Einfamilienhauses können sehr unterschiedlich ausfallen, da sie sich nach unterschiedlichen Kriterien berechnen.
  • Grundlage für die Berechnung und Kalkulation der Architektenkosten ist die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Diese enthält für die Architektenleistungen verbindliche Regelungen, während Beratungsleistungen allerdings nicht verbindlich geregelt sind.
  • Kriterium für das Architektenhonorar für ein Einfamilienhaus ist u. a. die Honorarzone nach § 5 HOAI. Die unterschiedlichen Honorarzonen richten sich nach den Planungsanforderungen des jeweiligen Bauvorhabens und können sehr gering (Honorarzone I) oder sehr hoch (Honorarzone V) sein.
  • Eine weitere Berechnungsgrundlage für die Architektenkosten beim Einfamilienhausbau sind "die anrechenbaren Kosten des Objekts auf der Grundlage der Kostenberechnung", s. § 6 Abs. 1 Nr. 1 HOAI. Es kommt also für die Architektenkosten auch darauf an, wie teuer Ihr Bauvorhaben insgesamt wird.

Beim Einfamilienhausbau das Honorar vertraglich vereinbaren

  • Anspruchsgrundlage des Architekten für sein Honorar ist jedoch nicht die HOAI, sondern die vertragliche Vereinbarung. Die HOAI gibt insoweit nur einen Rahmen für die Mindest- und Höchstsätze des möglichen Honorars vor.
  • Gem. § 14 HOAI können zum eigentlichen Honorar zudem noch Nebenkosten hinzukommen, zum Beispiel für die Vervielfältigung von Bauzeichnungen.          
  • In § 34 der HOAI sind die Mindest- und Höchstsätze für Honorare bei Gebäuden und raumbildenden Anlagen, also zum Beispiel für ein Einfamilienhaus, aufgelistet. Diese betragen bei anrechenbaren Kosten von 350.000 Euro in Honorarstufe I zum Beispiel zwischen 27.566 Euro und 32.044 Euro, in den Honorarzonen II-V sind sie entsprechend dem höheren Planungsaufwand höher.

Wenn Sie Ihr Einfamilienhaus individuell mit einem Architekten planen, dann müssen Sie mit nicht unerheblichen Architektenkosten rechnen. Dies sollten Sie bei der finanziellen Kalkulation auf jeden Fall berücksichtigen.

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