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Arbeitsvorvertrag richtig interpretieren

Bei einem Arbeitsvorvertrag handelt es sich um einen rechtsgültigen Arbeitsvertrag. Alle Konditionen müssen für die Vertragsdauer von beiden Parteien eingehalten werden. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Einen Arbeitsvorvertrag sorgfältig lesen
Einen Arbeitsvorvertrag sorgfältig lesen © pauline / Pixelio

Ein Arbeitsvorvertrag wird häufig für die Dauer einer Probezeit vereinbart. Sowohl Sie als auch Ihr Arbeitgeber müssen sich an die getroffenen Vereinbarungen halten. Es gibt nur wenige Ausnahmen, in denen die Vertragsvereinbarungen geändert werden können.

So interpretieren Sie einen Arbeitsvorvertrag

  • In einem Arbeitsvorvertrag sind alle Vereinbarungen, die den Arbeitsplatz betreffen, schriftlich festgelegt. Nachdem Sie diesen Vertrag unterschrieben haben, sind Sie rechtlich daran gebunden. Deshalb sollten Sie ihn vor der Unterschrift sorgfältig durchlesen und auf alle Einzelheiten achten.
  • Ein Arbeitsvorvertrag hat in der Regel nur eine begrenzte Vertragslaufzeit. Sie sollten sich genauestens erkundigen, wie es nach dem Vertragsende weitergeht. Mitunter steht dort lediglich, dass nach dem Ende der Vertragslaufzeit neue Vereinbarungen getroffen werden. Das bedeutet dann für Sie, dass der Arbeitsvorvertrag nicht automatisch endet, sondern lediglich die Konditionen neu verhandelt werden.
  • Es kann auch durchaus möglich sein, dass sich nach dem Vertragsende die Arbeitszeit erhöht oder das Gehalt niedriger wird. Das kommt zwar nur selten vor, ist aber dennoch denkbar.

Kündigungsmöglichkeiten eines Arbeitsvorvertrages

  • Ein Arbeitsvorvertrag ist rechtlich gesehen einem Arbeitsvertrag gleichzustellen. Das heißt, sowohl Sie als auch Ihr Arbeitgeber sind an die gesetzlichen Kündigungsfristen nach § 622 BGB gebunden. Danach gibt es während einer Probezeit eine Kündigungsfrist von 2 Wochen. Außerhalb der Probezeit sind es 4 Wochen.
  • Es ist nicht immer ganz eindeutig, ob es sich bei einem Arbeitsvorvertrag tatsächlich um eine Probezeit handelt. Dadurch kommt es im Falle einer vorzeitigen Kündigung oftmals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer.
  • Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten, dass die Kündigungsfristen ein fester Bestandteil des Arbeitsvorvertrages sind.
  • Im Zweifelsfall können Sie auch vereinbaren, dass der Arbeitsvorvertrag jederzeit durch einen einvernehmlichen Aufhebungsvertrag beendet werden kann.

Festzuhalten bleibt, dass Sie einen Arbeitsvorvertrag nicht nur überfliegen und anschließend unterschreiben sollten. Sie sollten sich schon etwas Zeit nehmen und alle Vereinbarungen genau durchlesen.

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