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Arbeitsvertrag - worauf Sie achten sollten vor Unterzeichnung

Ein Arbeitsvertrag ist schnell unterzeichnet. Da Sie damit die Grundlage für Ihre Existenz legen, sollten Sie wissen, worauf Sie achten sollten. Im Nachhinein wird es schwierig oder unmöglich, Änderungen zu verhandeln.

Heben Sie sich vertraglich ab.
Heben Sie sich vertraglich ab.
  • Wenn Sie einen neuen Arbeitsvertrag unterzeichnen, sollten Ihre Arbeitspapiere vollständig vorliegen. Dazu gehören die Lohnsteuerkarte, Sozialversicherungsausweis und Zeugnisse.
  • Stellen Sie fest, ob und inwieweit es für den Betrieb Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen gibt. Soweit Sie nicht selbst Mitglied einer Tarifgewerkschaft sind, haben Sie nur Anspruch auf die Einbeziehung des Tarifvertrages in Ihren Arbeitsvertrag, wenn dieser allgemein verbindlich ist.

So verhandeln Sie Ihren Arbeitsvertrag mit Erfolg

  • Schließen Sie den Arbeitsvertrag immer schriftlich ab. Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf die Schriftform. Achten Sie darauf, dass alles, was verhandelt und vereinbart wurde, sich im Text wiederfindet. Lesen Sie den Arbeitsvertrag in Ruhe durch, bevor Sie ihn unterzeichnen. Überschlafen Sie gegebenenfalls Ihre Entscheidung oder befragen jemanden, der weiß, worauf zu achten ist.
  • Der Arbeitgeber sollte genau bezeichnet und der Unterzeichner muss vertretungsberechtigt sein.
  • Es ist der Arbeitsbeginn und die Probezeit zu bestimmen.
  • Der Arbeitsort ist festzulegen. Wechselt der Arbeitsort, empfehlen sich nähere Bestimmungen.
  • Ihre Tätigkeit ist genau zu beschreiben. Je genauer die Beschreibung, desto weniger kann Ihnen der Arbeitgeber im Rahmen seines Direktionsrechts Tätigkeiten zuweisen, die Ihnen nicht genehm oder nicht zumutbar sind.
  • Vereinbaren Sie die Wochenarbeitszeit, Arbeitsbeginn und -ende sowie die Pausen.
  • Klären Sie Ihre eventuelle Verpflichtung zu Überstunden, Sonntags- und Nachtarbeit. Ist Gleitzeit möglich, ist der Zeitrahmen festzulegen.
  • Die Vergütung und ihre Fälligkeit ist genau zu bestimmen.
  • Wird auf einen Tarifvertrag Bezug genommen, sollte dieser in Kopie Ihrem Arbeitsvertrag beigefügt werden.

Achten Sie auf diese Details

  • Verhandeln Sie Urlaubs- und Weihnachtsgeld und vermögenswirksame Leistungen, soweit nicht ein Tarifvertrag maßgebend ist. In diesem Zusammenhang ist auch zu regeln, bis wann diese Leistungen an den Arbeitgeber zu erstatten sind, falls Sie den Arbeitsvertrag kündigen.
  • Es sind Bestimmungen über Ihren Urlaub zu treffen.
  • Die Kündigungsfristen richten sich meist nach dem Gesetz in §§ 622 BGB, ebenso die Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall.
  • Ist Ihr Arbeitsvertrag auf eine bestimmte Zeit befristet, achten Sie darauf, dass der Arbeitgeber nicht eine fortlaufende Befristung beabsichtigt und Ihnen ständig neue befristete Verträge anbietet. Das Gesetz setzt hier enge Grenzen.
  • Üben Sie noch eine Nebenbeschäftigung aus, klären Sie, dass Sie nicht in Konflikt mit Ihrem neuen Arbeitgeber kommen.
  • Sind Sie erfinderisch tätig, regeln Sie die sich daraus ergebenden Rechte.
  • Vergleichen Sie den neuen Arbeitsvertrag mit Ihrem früheren Arbeitsvertrag. Dann erkennen Sie leichter, worauf zu achten ist und wo Verbesserungen oder gar Verschlechterungen festzustellen sind.
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