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Arbeitsvertrag und Vorvertrag - Unterschiede erklärt

Wenn Sie einen neuen Job antreten, dann wird dabei ein Arbeitsvertrag geschlossen. Noch bevor dieser unterschrieben wird, kann aber auch ein Vorvertrag relevant sein. Welche Besonderheiten haben diese beiden Vertragsformen und welche Unterschiede gibt es hier?

Im Arbeitsleben gibt es mehrere Vertragsformen.
Im Arbeitsleben gibt es mehrere Vertragsformen.

Ein Arbeitsvertrag beschreibt wesentliche Bedingungen eines Arbeitsverhältnisses. Wenn jedoch der Job noch nicht angetreten werden kann, aber eine Bestätigung der späteren Einstellung gegeben werden soll, dann schließen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Vorvertrag.

Was ein Arbeitsvertrag beinhaltet

  • Ein Arbeitsvertrag fasst die Konditionen zusammen, unter welchen ein Anstellungsverhältnis gestaltet werden soll. Hier sind Angaben zum Arbeitgeber und Arbeitnehmer (Name, Adresse), der Beginn des Arbeitsverhältnisses, eine eventuelle zeitliche Befristung des Jobs, der Stundenumfang (Arbeitszeiten), Arbeitsort, Anzahl der Urlaubstage und auch das Gehalt zu finden.
  • Ebenso können konkrete Aufgabenbereiche beschrieben werden, die zur Stelle des Mitarbeiters gehören. Wenn diese nicht festgelegt sind, können sich Aufgaben im Laufe der Zeit auch ändern. Darüber hinaus gelten in manchen Bereichen bestimmte Tarifverträge oder Arbeitsschutzbestimmungen, die auch ohne nochmals im Vertrag erwähnt zu werden gelten.
  • Der wesentliche Unterschied zum Vorvertrag besteht darin, dass mit dem Unterschreiben des Arbeitsvertrags auch meistens schon Beginn der eigentlichen Tätigkeit bevorsteht.
  • Der Arbeitsvertrag wird also entweder wenige Tage vor dem Arbeitsbeginn oder am ersten Tag der Tätigkeit im Job unterschrieben. Ein Vorvertrag hingegen wird dann geschlossen, wenn der Arbeitsbeginn noch nicht feststeht oder der zukünftige Mitarbeiter den Job erst nach mehreren Wochen oder Monaten antreten soll.

Inhalte im Vorvertrag

  • Der Begriff "Vorvertrag" wird vor allem dann verwendet, wenn größere Anschaffungen getätigt werden sollen. Wenn Sie beispielsweise eine Eigentumswohnung kaufen möchten, diese aber momentan (etwa aufgrund von Renovierungsarbeiten) nicht verfügbar ist, dann wird ein solcher Vorvertrag geschlossen, der Ihnen die Wohnung für einen späteren Zeitpunkt zusichert.
  • Im Kontext der arbeitsvertraglichen Regelungen kommt eine solche Vereinbarung zustande, wenn festgehalten werden soll, dass später ein "richtiger" Arbeitsvertrag (auch Hauptvertrag genannt) geschlossen werden soll.
  • Gründe für den Vorvertrag können etwa sein, dass ein bestimmter Geschäftszweig, für den jemand eingestellt werden soll, noch nicht fertig entwickelt werden konnte oder noch ausgebaut werden muss, oder dass der potenzielle Mitarbeiter aufgrund der Kinderbetreuungszeit oder einer noch nicht abgeschlossenen Ausbildung die Stelle noch nicht antreten kann. Ebenso kann der Arbeitgeber noch offene Fragen klären, etwa zum Gehalt oder der Stundenanzahl.
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