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Arbeitsrecht: Arbeitskleidung anziehen? - Wissenswertes zu Ihren Pflichten als Arbeitnehmer

Arbeitskleidung muss der Arbeitnehmer dann anziehen, wenn dazu eine gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung besteht. Dabei wird das Tragen von Schutzkleidung durch das Arbeitsrecht geregelt.

Das Tragen von Schutzkleidung ist ein Muss.
Das Tragen von Schutzkleidung ist ein Muss.

Die Pflichten des Arbeitnehmers im Bezug auf das Anziehen von Arbeitskleidung unterscheiden sich je nachdem, ob es sich um Schutzkleidung handelt, deren Tragen durch das Arbeitsrecht geregelt wird, oder ob es sich um Kleidung handelt, die der Arbeitgeber vorgesehen hat.

Arbeitsrecht im Bereich Schutzkleidung

  • Das Arbeitsschutzgesetz fordert in einigen Berufen, dass die Arbeitnehmer Schutzkleidung anziehen, um Gefahren, die im Berufsalltag auftreten können, vorzubeugen.
  • Zu den betroffenen Berufsgruppen zählen vor allem Arbeitnehmer in handwerklichen und medizinischen Bereichen. Zur Arbeitskleidung gehören in diesen Fällen auch Helme, Brille und Atemschutzmasken.
  • Ist das Anziehen von Arbeitskleidung gesetzlich vorgeschrieben, sind Sie als Arbeitnehmer auch dazu verpflichtet, ansonsten kann Ihre Krankenkasse im Schadensfall bestimmte Leistungen verweigern.
  • Ihr Arbeitgeber muss in diesem Fall die Arbeitskleidung kostenlos zur Verfügung stellen. Arbeitnehmer haben laut Arbeitsrecht die Möglichkeit, die Arbeit zu verweigern, wenn keine Schutzkleidung gestellt wird.
  • Sollten Sie sich als Arbeitnehmer aufgrund fehlender oder mangelhafter Schutzkleidung verletzten, obwohl diese gesetzlich vorgesehen ist, haben Sie einen Anspruch auf Schadenersatz durch den Arbeitgeber.

Anziehen üblicher Arbeitskleidung 

  • Als Arbeitnehmer sind Sie zum Anziehen üblicher Arbeitskleidung dann verpflichtet, wenn der Arbeitgeber seine Angestellten einheitlich erscheinen lassen möchte und dies auch vertraglich festgelegt ist.
  • Laut Arbeitsrecht kann der Arbeitgeber immer dann eine Eigenbeteiligung an den Kosten der Arbeitskleidung von Ihnen verlangen, wenn Sie die Kleidung prinzipiell auch außerhalb des Arbeitsplatzes anziehen könnten.
  • Die Kostenbeteiligung muss dabei in einem gesunden Verhältnis zu Ihrem Lohn stehen, ansonsten ist sie rechtswidrig.
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