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Arbeitslos und Rente - Hinweise

Beziehen Sie Arbeitslosengeld, dann müssen Sie Einbußen in der Rentenhöhe hinnehmen. Jedoch ist die Zeit ohne Beschäftigung nicht vollkommen verlorene Zeit, denn für Sie werden weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung eingezahlt. Dennoch müssen Sie mit deutlichen Abschlägen rechnen.

Arbeitslosigkeit wirkt sich negativ auf die Rentenhöhe aus.
Arbeitslosigkeit wirkt sich negativ auf die Rentenhöhe aus.

Beitragszahlungen beim Bezug von Arbeitslosengeld

Sind Sie derzeit arbeitslos, dann haben Sie in vielen Fällen Anspruch auf den Erhalt von Arbeitslosengeld. Das ist dann der Fall, wenn Sie einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen sind und mit dieser bestimmte Vorversicherungszeiten erfüllt haben.

  • Mit dem Bezug dieser Entgeltersatzleistung werden für Sie auch weiterhin Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt. Demnach kann diese Zeit der Arbeitslosigkeit auch bei der Berechnung Ihrer Rente berücksichtigt werden.

  • Allerdings sind die Beiträge deutlich geringer als zuvor während der Beschäftigungszeit. Das liegt daran, dass die Beiträge prozentual von den Einkünften und somit von der deutlich niedrigeren Entgeltersatzleistung berechnet werden.

  • Somit können Sie davon ausgehen, dass sich die Zeit ohne Beschäftigung zunächst mindernd auf die Höhe der zukünftigen Rente auswirkt. Jedoch verlieren Sie keine Beitrags- und Anrechnungszeiten.

Beitragszahlungen zur Rente fallen beim Bezug von Hartz IV weg

Anders verhält sich das jedoch, wenn Sie im Anschluss an diese Entgeltersatzleistung Arbeitslosengeld II beziehen, welches auch oftmals als Hartz IV bezeichnet wird.

  • In dieser Zeit werden keine Beiträge zur Rentenversicherung mehr für Sie eingezahlt. Diese Regelungen gelten seit dem 1. Januar 2011.

  • Anders als tatsächliche Beiträge zur Rentenversicherung können Sie allerdings in der Zeit meist sogenannte Anrechnungszeiten ohne Bewertung erhalten.

  • Diese Zeit wirkt sich zunächst positiv auf die einzuhaltende Wartezeit aus, denn Anrechnungszeiten ohne Beitragszahlungen werden dabei berücksichtigt.

  • Zugleich können Anrechnungszeiten ohne Bewertung auch die Höhe der Rente zumindest indirekt positiv beeinflussen. Denn erreichen Sie mit den Anrechnungszeiten eine Wartezeit von mindestens 35 Jahren, dann könnte eine genaue Prüfung der Beitragsjahre ergeben, dass für Sie eine Höherbewertung in Betracht kommt, wodurch Ihre Rente auch noch nachträglich ansteigen kann.

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