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Arbeitsanweisung - ein Beispiel für die Einsatzbeschreibungen bei Zeitarbeitsfirmen

Zeitarbeitsfirmen senden ihre Mitarbeiter in andere Unternehmen. Dort helfen die Angestellten mit, wenn das Stammpersonal - etwa aufgrund von Ausfallzeiten - nicht genügt oder mehr zu erledigen ist. Viele Leiharbeiter haben daher häufig wechselnde Einsätze und erhalten jeweils eine spezifische Arbeitsanweisung. Was beinhalten diese und wie kann ein Beispiel für eine solche Anweisung aussehen?

Wo war nochmal die Baustelle?
Wo war nochmal die Baustelle? © H.D.Volz / Pixelio

Arbeitsanweisungen zeigen dem Mitarbeiter, welche Aufgaben er vor Ort zu erledigen hat und was er dabei beachten muss. Auch spezifische Vereinbarungen, etwa zum Gehalt, werden getroffen.

Was beinhaltet die Arbeitsanweisung?

  • Angestellte, die in einer Zeitarbeitsfirma tätig sind, erhalten zu Beginn des Einsatzes meist ihre Arbeitsanweisungen. Dort ist beschrieben, wo sie tätig werden sollen, wo sich also der Betrieb befindet, in dem ihre Hilfe gefragt ist. Diese Informationen sollen dem Mitarbeiter helfen, selbstständig den Weg zur Firma zu finden.
  • Zusätzlich werden Erläuterungen zu den Arbeiten gegeben, die dort ausgeführt werden sollen. Denn diese können jeweils unterschiedlich ausfallen, so kann ein Tischler etwa sowohl zum Einbau von Fenstern und Türen als auch zum Bau eines Dachstuhls oder zum Messe- und Ladenbau oder der Montage von Inneneinrichtungen eingesetzt werden. Daher ist vermerkt, was vor Ort getan werden soll, meist in kurzen Stichpunkten (zum Beispiel Einbau von Fenstern auf der Baustelle).
  • Damit dann auch die korrekten Ansprechpartner bekannt sind, kann ebenso ausgeführt werden, wer für die Anleitung und Betreuung des Leiharbeiters zuständig ist. Dies kann zum Beispiel der Leiter eines Betriebs sein, ein Vorarbeiter oder auch ein erfahrener Mitarbeiter des dortigen Unternehmens.
  • Weiterhin enthält die Arbeitsanweisung Angaben dazu, wie viele Stunden gearbeitet werden soll, wann mit der Tätigkeit begonnen wird, wie viele Tage der Einsatz umfassen soll und ob es etwa bestimmte Zuschläge gibt, wenn sehr früh oder sehr spät gearbeitet wird, Überstunden anfallen oder auch an Feiertagen oder Wochenenden gearbeitet wird. Natürlich sind der Stundenlohn und die Verpflegungszuschüsse (auch Montagegeld oder Auslöse genannt) angegeben.
  • Leiharbeiter bleiben bei Montagetätigkeiten meist über Nacht am Einsatzort und fahren nur am Wochenende nach Hause. Daher benötigen Sie eine Unterkunft. Manche Zeitarbeitsfirmen nehmen dem Mitarbeiter die Suche nach einer Pension ab und klären vorher in der Nähe die zur Verfügung stehenden Übernachtungsmöglichkeiten. In diesen Arbeitsanweisungen findet sich dann auch die Adresse der Unterkunft.

Beispiel einer Arbeitsanweisung

  • Die Adresse des Einsatzortes wird in Arbeitsanweisungen meist direkt angegeben, ebenso wenn es davon abweichende Arbeitsorte gibt (zum Beispiel bei Baustellen). Dies kann so aussehen: „Arbeitsanweisung für den Betrieb XY, Beispielstraße 1, 01234 Ort, der Mitarbeiter wird als Tischler bei der Konstruktion eines Dachstuhles eingesetzt (Baustellenstraße, 01234 Ort). Der Mitarbeiter wird verpflichtet, sich am Montag (Datum), um 8 Uhr in der Firma XY zu melden. Die Anreise zur Baustelle erfolgt in Begleitung des Vorarbeiters des Unternehmens, Herrn Z.“.
  • Konkrete Angaben zum Lohn werden dann meist tabellarisch oder in einer Kurzform dargestellt. Hier ein Beispiel: „Stundenlohn 12,00 EUR/Stunde, Überstundenzuschläge 1,00 EUR/Stunde bei Arbeitszeiten nach 20 Uhr, werktägliches Montagegeld von 40 EUR.“.
  • Wenn eine Unterkunft vereinbart wurde, dann ist diese in der Einsatzanweisung ebenso genannt, etwa: „Die Übernachtung erfolgt bei der Pension ABC, gebucht ist der Zeitraum vom 1.11. - 7.11. Die Anreise erfolgt am Abend des 1.11. Pro Tag sind 20 EUR zu zahlen, zu entrichten vom Mitarbeiter in bar vor Ort.“.
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