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Aramid-Kleidung - das sollten Sie beim Kauf beachten

Aramid ist eigentlich ein Kunststoff. Daraus lässt sich eine Kunstfaser herstellen, die dann zu Kleidungsstoffen verarbeitet werden kann. Lesen Sie hier, was Sie beim Kauf von Aramid-Kleidung beachten sollten.

Für Motorradfahrer überlebenswichtig: Aramid-Kleidung.
Für Motorradfahrer überlebenswichtig: Aramid-Kleidung.

Herstellung der Aramid-Fasern

Aramid ist ein Sammelbegriff für aromatische Polyamide. Dies sind polymere Kunststoffe, aus denen u. a. Fasern hergestellt werden. Diese Fasern lassen sich dann zu Stoffen weben oder in andere Stoffe einarbeiten, die dadurch die besonderen Eigenschaften der Aramid-Fasern bekommen und zu Aramid-Kleidung verarbeitet werden.

  • Sie kennen die Aramid-Fasern bestimmt, denn sie sind seit 1965 zunächst durch die Marke Kevlar und dann auch durch einige andere Marken bekannt geworden. 
  • Erkennen können Sie Aramid-Fasern an ihrer Farbe. Die Faser selbst hat eine typische gelbe Farbe, wird aber so gut wie nie allein als Stoff verarbeitet. Wenn Sie Aramid-Stoffe kaufen, dann ist die Aramid-Faser nur ein Bestandteil, das Gewebe besteht insgesamt aus Mischfasern.
  • Sie können die Eigenschaften der Aramid-Faser in der Aramid-Kleidung zu Ihrem Schutz nutzen. Und das in vielen Lebenssituationen, denn die Faser und damit auch der Stoff haben eine unglaublich hohe Festigkeit.

Aramid-Kleidung zu Ihrem Schutz

  • Diese Eigenschaft der hohen Festigkeit schützt Sie gegen Schläge und Stöße, denn die Aramid-Kleidung reißt nicht, weil die Faser nicht bricht. 
  • Außerdem wird Ihr Körper durch die Schwingungsdämpfung des Materials gegen Stöße und Aufprallen geschützt.
  • Zudem ist Aramid-Kleidung hitzeresistent. Die Fasern schmelzen nicht, was Verbrennungsverletzungen vermeidet, sie verkohlen stattdessen - und das erst ab ca. 400 °Celsius.
  • Wenn Sie Aramid-Kleidung im Beruf tragen müssen, dann sind Sie und Ihre Haut auch gegen Säuren und Laugen geschützt, Aramid ist gegen beides unempfindlich.

 Wenn Sie Aramid-Kleidung kaufen

  1. Schauen Sie sich die Herstellerangaben in der Aramid-Kleidung genau an und vergleichen Sie den Aramid-Anteil. Je höher dieser ist, umso mehr Schutz bietet der Stoff. 
  2. Testen Sie die Aramid-Kleidung und probieren Sie sie an. Wenn der Anteil des Aramids nämlich zu hoch ist oder andere Materialien dominieren, kann der Stoff der Kleidung zu starr und unbeweglich werden.
  3. Fühlen Sie mit den Fingern, wie biegsam das Material ist. Aramid-Fasern werden inzwischen in verschiedenen Varianten hergestellt, um den unterschiedlichsten Einsatzgebieten gerecht zu werden.
  4. Bedenken Sie bei der Anprobe, dass Sie meistens noch Ihre Kleidung unter der Schutzkleidung tragen - es sei denn, Sie sind Rennfahrer. Die Sportler tragen nur eine nicht brennbare Schutzunterwäsche darunter. Auch Raumfahrer, die ebenfalls Aramid-Kleidung benutzen, tragen feuerfeste, dünnere Kleidung als Sie darunter.
  5. Als Motorradfahrer müssen Sie auf richtig gesetzte Schutzpolster an den Knien und Ellenbogen achten. Und natürlich auf ausreichende Bewegungsfreiheit, auch Sicherheits- und Schutzkleidung sollte gut sitzen. Achten Sie aber auch auf Reflektoren, denn diese sollten in den Stoff eingearbeitet sein.
  6. Generell kommt es aber bei Ihrer Kaufentscheidung immer auf das Einsatzgebiet für Ihre Aramid-Kleidung an. Wofür wollen Sie sie verwenden? Brauchen Sie vielleicht eine Sicherheitsweste oder sogar eine schusssichere Weste? Sie sehen, dass das Material sehr vielfältig ist.

Viel Spaß beim Einkauf!

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