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April trennen? - Trennungsregeln richtig anwenden

Das Wort April dürfen Sie nach dem Duden trennen: Ap-ril. Ob das asthetisch ist, steht auf einem anderen Blatt. Trennungsregeln betreffen nicht nur einzelne Worte, sondern auch Zusammensetzungen, vor allem, wenn Wortteile enthalten sind, die aus anderen Sprachen stammen.

Ein Wörterbuch gehört in jeden Haushalt.
Ein Wörterbuch gehört in jeden Haushalt. © Dieter_Schütz / Pixelio

Regeln für die Silbentrennung 

  • Früher hieß es: "Trenne nie st, denn es tut ihm weh." Mit der Rechtschreibreform wurde diese Regel aufgehoben und die Trennung ist erlaubt: "Fens-ter".
  • Musste man früher bei der Trennung von "wecken" "wek-ken" schreiben, ist nach Einführung der Rechtschreibreform "we-cken" richtig.
  • Bei vielen zusammengesetzten deutschen Wörtern haben Sie die Wahl: "hi-nauf" ist genauso erlaubt wie "hin-auf".
  • Da bei vielen zusammengesetzten Fremdwörtern die Wortgrenzen nicht leicht zu erkennen sind, wurde erlaubt, solche Wörter nach der Rhythmik des Sprechens zu trennen, zum Beispiel die "Nos-tal-gie" oder der "Pä-da-go-ge".

Achten Sie bei der automatischen Silbentrennung Ihres Textverarbeitungsprogramms von zusammengesetzten Wörtern auf die Trennstelle: Bei "Lauschangriff" neigen manche Programme dazu, "Lau-schangriff" für gut zu befinden, was natürlich falsch ist. Ob Sie April tatsächlich in "Ap-ril" trennen möchten, was laut Duden richtig ist, bleibt Ihnen überlassen.

Weitere Regeln für richtiges Trennen

  • Trennen Sie nach Möglichkeit keine Namen. "Mül-ler" oder "Schwei-ger" ist keine gute Idee, ebensowenig "Pe-ter" oder "Mo-nika". 
  • Bei zusammengesetzten Wörtern sollten Sie nach Möglichkeit zwischen den beiden Worten trennen, also zum Beispiel "Computer-monitor" statt "Compu-termonitor".
  • Worte, bei denen bei der Trennung ein Vokal am Anfang alleine stehen würde, dürfen Sie so seit 2006 nicht mehr trennen. "O-berfläche" ist also falsch; richtig ist "Ober-fläche".
  • Unübersichtliche Worte wie "Weihnachtsessenvorbereitungsarbeiten" sollten Sie mit einem Bindestrich trennen. Übertreiben Sie es aber nicht, denn sonst unterstellen Sie dem Leser, dass er nicht in der Lage ist, längere Wörter auf einmal zu erfassen.
  • Ebenso ist es oft zu empfehlen oder sogar notwendig, Zusammensetzungen, die ein deutsches und ein anderssprachiges Wort oder einen Namen enthalten, fest zu trennen. Beispiel: "Google-Suchergebnis" und "Heavy-Metal-Sammlung".

Zum letzten Punkt sei noch erwähnt, dass immer mehr die Unsitte um sich greift, solche Worte mit dem sogenannten "Deppenleerzeichen" zu schreiben, also "Heavy Metal Sammlung". Das ist schlicht falsch.

Noch ein Tipp: Verwenden Sie im Textverarbeitungsprogramm für manuelle Silbentrennungen (nicht für Worttrennungen, denn die sollen ja bestehen bleiben) immer den sogenannten weichen bzw. bedingten Trennstrich und nicht den Strich rechts unten oder das Minus auf der Tastatur, damit bei verändertem Zeilenumbruch nicht plötzlich ein Strich mitten im Wort steht. Wie Sie diesen Strich erzeugen, können Sie in der Hilfe Ihrer Software nachlesen.

April lassen Sie besser in einem Wort

"Ap-ril" ist keine schöne Trennung, schließlich werden die beiden Wortteile ja auf zwei Zeilen verteilt. Wenn Sie "April" nicht mehr in die Zeile bekommen und kein weiterer Platz zur Verfügung steht, kürzen Sie mit "Apr." ab, anstatt zu trennen.

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