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Anzuchttöpfe selber machen

Anzuchttöpfe selber machen - so geht´s2:12
Video von Bruno Franke2:12

Anzuchttöpfe können ins Geld gehen, besonders, wenn Sie viele davon brauchen. Alternativ machen Sie die kleinen Töpfchen ganz einfach selber.

Was Sie benötigen:

  • 1 fester Gegenstand in Rollenform
  • 4 Lagen Zeitungspapier für 2-3 Töpfchen

So gelingen selbst hergestellte Anzuchttöpfe

Kein fleißiger Hobbygärtner wird auf die Anzucht von Pflanzen verzichten, nur weil er keine Anzuchttöpfe aus gepresstem Torf mehr hat. Insbesondere, wenn die Samen erfolgreich durch den Winter gebracht wurden. Die Lösung sind selbst gemachte, kleine Töpfe, die Sie schnell aus Altpapier anfertigen. Die im Handel angebotenen Zeitungspressen benötigen Sie dafür nicht.

  1. Papier bereitlegen. Legen Sie vier Lagen Zeitung übereinander. So werden die kleinen Töpfchen richtig stabil.
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    © Irene Bott
  2. Zuschneiden. Nun schneiden Sie ein Rechteck von etwa 10 Zentimeter Breite und 30 Zentimeter Länge aus.
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    © Irene Bott
  3. Wickeln. Wickeln Sie das zugeschnittene vierlagige Papierstück straff um eine schmale Spraydose. Alternativ verwenden Sie ein schmales Trinkglas oder Ähnliches.
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    © Irene Bott
  4. Überstand lassen. Lassen Sie das Papier unten einige Zentimeter überstehen.
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    © Irene Bott
  5. Paprika, egal ob in Form von Gemüse- oder Gewürzsorten, gedeiht ausgezeichnet im …

  6. Boden falten. An der Stelle, an welcher Sie mit dem Aufrollen enden, müssen Sie nun das überstehende Material nach innen falten. Am besten Lage für Lage, sodass ein stabiler Boden entsteht. Pressen Sie die Lagen gut an.
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    © Irene Bott
  7. Abnehmen. Zum Schluss ziehen Sie das Anzuchttöpfchen ab.
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    © Irene Bott
  8. Befüllen. Die fertigen Anzuchttöpfe aus Zeitung befüllen Sie einfach mit Erde. Danach gießen Sie vorsichtig und verkleben dadurch die Papierlagen miteinander. Das erhöht die Stabilität zusätzlich.
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    © Irene Bott

Anwendungstipps für die selbst gemachten Töpfchen

Da Zeitung aus Zellulose besteht, sind die Töpfe biologisch abbaubar. Wie bei gekauften Anzuchttöpfen auch können Sie später die gekeimten Pflanzen samt Töpfchen in das Beet eingraben. Das erspart das Pikieren. Das aufgeweichte Zeitungspapier wird von den Wurzeln der Pflanze mühelos durchdrungen und die Anzuchttöpfe zersetzen sich im Laufe der Zeit vollständig.

Hochglanzzeitschriften sollten Sie für die Herstellung von Anzuchttöpfen nicht verwerden, denn diese zersetzen sich nicht. Manche Farben können zudem Giftstoffe enthalten, die den empfindlichen Keimlingen schaden.

Die schnelle Alternative sind übrigens Eierkartons aus Pappe. Da der Platz für die Wurzelbildung in den Mulden sehr eingeschränkt ist, sollten die Setzlinge alsbald ins Freiland.

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© Irene Bott

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