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Antwort auf Bewerbung kommt nicht - was tun?

Kennen Sie das? Sie wollen sich beruflich entwickeln und schreiben einige Bewerbungen. Leider ist es häufig so, dass lange Zeiträume zwischen dem Versand einer Bewerbung und einer (oft negativen) Antwort liegen, die manchmal eben auch ausbleibt. Um zu Ihrer Antwort zu gelangen, ohne Ihrer Bewerbung zu schaden, sollten Sie sich einige wichtige Verhaltensweisen angewöhnen.

Hartnäckigkeit kann bei Bewerbungen entscheidend sein!
Hartnäckigkeit kann bei Bewerbungen entscheidend sein!

Ersuchen Sie telefonisch um Antwort

  • Der Vorteil ist, dass Sie einen persönlichen Kontakt haben, der idealerweise auch Einfluss auf den Erfolg Ihrer Bewerbung hat. Das heißt, Sie sind im Unternehmen kein Unbekannter mehr. Wenn Sie es richtig angehen, können Sie sogar Pluspunkte sammeln. Achten Sie daher darauf, wonach Sie fragen. Fragen Sie danach, wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, setzen Sie den Entscheider unter Druck. Dieser wird nun wahrscheinlich entweder ungehalten (sehr schlecht) oder Ihre Bewerbung ganz unten in den Stapel verschieben (noch schlechter).
  • Fragen Sie vielmehr danach, ob Ihre Bewerbung angekommen ist. Je nachdem, wie lange der Versand her ist, sollten Sie die Besorgnis in Ihrer Stimme klingen lassen. Sie fragen schließlich nach, weil Sie fürchten, beim Versand einen Fehler gemacht zu haben. Das tun Sie, weil Sie wirklich großes Interesse an der ausgeschriebenen Stelle haben. Können Sie bei Bedarf auch noch einen Anschriftenabgleich machen (mit korrekter Abteilung und dem richtigen Ansprechpartner), so hat sich Ihr Ansprechpartner bereits ein Bild von Ihrer Geistesgegenwart gemacht und weiß außerdem, dass Sie eine systematische Arbeitsweise beherrschen.

Merken Sie sich also: Wenn Sie es richtig machen, kann eine Nachfrage, die ansonsten eher als Belästigung wahrgenommen worden wäre, Ihnen sogar Pluspunkte bringen.

Der schriftliche Weg bei Bewerbungen

  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen freundlichen, aber sachlichen Brief zu schreiben, in dem Sie Ihre Verwunderung zum Ausdruck bringen, dass Sie von Ihrer Bewerbung noch nichts gehört haben. Diesen Weg sollten Sie insbesondere dann wählen, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine positive Antwort erhalten, äußerst gering ist (gehen Sie hier nicht nach Ihrer Selbsteinschätzung, sondern nach Zeit - etwa 6 - 8 Wochen). Es geht für Sie dann nur noch darum, doch bitte Ihre eingereichten Materialien zurückzuerhalten. Bedenken Sie die Kosten, die mit dem Erstellen von Fotografien und Kopien oder dem Kauf von Bewerbungsmappen verbunden sind.
  • In Ihrem Brief geht es für Sie nur noch darum, mit Ihren Unterlagen und mit Selbstachtung aus der Angelegenheit herauszukommen. Machen Sie also Ihrer Enttäuschung also nur zurückhaltend Luft, indem Sie um Verständnis bitten, dass Sie nach langer Wartezeit nunmehr nicht mehr damit rechnen, dass die Stelle noch zu besetzen sei und Sie sich um Alternativen bemühen wollen. Verweisen Sie auf einen frankierten und adressierten Umschlag für Ihre Unterlagen, den Sie dem Schreiben beigefügt haben.
  • Wie gesagt, sollten Sie diesen Weg nur wählen, wenn Sie nicht mehr damit rechnen, dass Sie sonst irgendeine Antwort erhalten. Bedenken Sie, dass sich "Riesen" schwerfällig bewegen und die "Kleinen" oft besonders bissig sind. Großen Unternehmen sollten Sie also mehr Zeit einräumen, da sich hier auch schon einmal Bewerbungen "stauen", kleine, junge Unternehmen, die (obwohl schriftliche Bewerbungen oft gewünscht sind) für sich in Anspruch nehmen besonders "hip" zu sein, sind im Umgang gelegentlich besonders schwierig und neigen dazu, die ersten Bewerbungen, die durch das Sieb fallen, zu "schreddern".

Antwort bei elektronischen Bewerbungen

  • Haben Sie sich auf elektronischem Wege beworben, kann Ihre Bewerbung natürlich nicht "geschreddert" werden. Es ergeben sich hier Schwierigkeiten daraus, dass einerseits oft ein Ansprechpartner nicht klar auszumachen ist, andererseits es problematisch ist, mit diesem unaufdringlich in Kontakt zu treten, da insbesondere bei Jobbörsen kein Kontakt außerhalb dieser Börse gewünscht ist.
  • Bei Jobbörsen sollten Sie sich auch auf das Kommunikationssystem beschränken, das die Börse selbst bietet, und dann analog der telefonischen Kontaktaufnahme verfahren. Auch hier sollten Sie keine Angst haben, dass Ihnen ein Nachfragen als Aufdringlichkeit ausgelegt wird. Kein System ist fehlerfrei und so ist es immerhin möglich, dass gerade bei Ihnen die Übermittlung versagt hat. Eine Nachfrage, ob Ihre Bewerbung ihren Empfänger erreicht hat, kann Ihnen also niemand verübeln.

Allgemeines für alle Arten von Bewerbungen

  • Beachten Sie aber, dass Sie zum richtigen Anlass nachfragen. Manche Stellenanzeigen, insbesondere wenn es um Ausbildungsplätze geht, enden mit dem Satz, dass man bitte nicht nach dem Verbleib der Bewerbung fragen möge. Hier sollten Sie differenzieren. Haben Sie sich auf eine Stelle beworben, auf die sich wahrscheinlich einige Dutzend (oder noch mehr) andere auch beworben haben, so sollten Sie sich einmal an die Stelle des armen Sachbearbeiters versetzen, der sich mit einer Flut von Anrufern oder Briefen konfrontiert sieht. Das wird seine Arbeit und Ihre Antwort sicher nicht beschleunigen.
  • Haben Sie sich auf eine Aushilfsstelle beworben, so sollten Sie nur dann überhaupt mit einer Antwort rechnen, wenn Sie ernsthafte Chancen auf die Stelle haben. Alles andere ist höflich, aber nicht üblich. Fragen Sie also nur dann nach, wenn es vom Unternehmen nicht unerwünscht ist, dann aber professionell.
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